Ruhm

Kinostart: 22.03.2012

OT: Ruhm (Deutschland 2012)
Länge: 103 Minuten
Genre: Drama / Episodenfilm
Regie: Isabel Kleefeld
Drehbuch: Isabel Kleefeld
Darsteller: Senta Berger, Heino Ferch, Julia Koschitz, Stefan Kurt, Thorsten Merten, Axel Ranisch, Gabriela Maria Schmeide, Justus von Dohnányi, Matthias Brandt

Der Elektroingenieur Joachim Ebling (Justus von Dohnányi) kauft ein Mobiltelefon und bekommt seltsame Anrufe, die einem anderen gelten. Nach kurzem Zögern lässt er sich auf ein Spiel mit der fremden Identität ein und beginnt ein Leben in zwei Welten. Der Filmstar Ralf Tanner (Heino Ferch) wird von einem Tag auf den nächsten nicht mehr angerufen, als habe jemand sein Leben an sich gerissen. Er ergreift die Chance, seiner Bekanntheit zu entrinnen. Die todkranke Rosalie (Senta Berger) sucht Erlösung bei einem Schweizer Sterbehilfeverein und mag sich doch vom Leben nicht trennen.  Der bekannte Schriftsteller Leo Richter (Stefan Kurt) macht eine Lesereise durch Südamerika, auf der er seinem Publikum eine noch unveröffentlichte Geschichte vorstellt. Er reist in Begleitung seiner Freundin Elisabeth (Julia Koschitz), deren größter Albtraum es ist, in einer seiner Erzählungen vorzukommen. Der Internet- blogger Mollwitt (Axel Ranisch) wiederum wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal in einer von Richters Geschichten aufzutauchen, um dort die Romanfigur Lisa Gaspard kennen zu lernen. Die Krimiautorin Maria Rubinstein (Gabriela Maria Schmeide) springt für Leo Richter bei einer Schriftsteller-Rundreise durch den ehemaligen Ostblock ein und erlebt eine albtraumhafte Odyssee. Ihr Ehemann Klaus Rubinstein (Thorsten Merten), Abteilungsleiter eines Mobil- funkkonzerns, betrügt Maria schon seit geraumer Zeit und muss sich nun um den Verbleib seiner verschwundenen Ehefrau kümmern.

Kritik

Sechs tragische, teils aberwitzige und berührende Geschichten verbindet Regisseurin Isabel Kleefeld hier zu einem Gesamtbild. Der Film basiert auf einem Roman von Daniel Kehlmann und wartet mit meinem eindrucksvollem Cast der deutschen Schauspielzene auf. Schicksal, Zufall, Identität und Verschwinden sind die Grundzutaten der einzelnen Geschichten. In erster Linie geht es aber meist immer um die Sehnsucht, einmal in einem anderen Leben zu Hause zu sein. Ärgerlich ist hingegen die Tatsache, dass nicht alle der sechs Geschichten am Ende auch aufgelöst werden. Das sollte man dem Zuschauer doch wohl in jedem schuldig sein. Oder etwa nicht?

Bildergalerie

Trailer

httpvh://youtu.be/tzZ3FEKrVJ4

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