Mord im Orient Express

Kinostart: 09.11.2017

OT: Murder on the Orient Express (USA 2017)
Länge: 114 Minuten
Genre: Drama / Krimi
Regie: Kenneth Brannagh
Drehbuch: Michael Green, basierend auf dem Roman von Agatha Christie
Darsteller: Kenneth Brannagh, Michelle Pfeiffer, Judy Dench, Johnny Depp, Derek Jacobi, Josh Gad, Penélope Cruz, Manuel Garcia-Rulfo, Olivia Colman, Willem Dafoe, Daisy Ridley, Leslie Odom Jr., Lucy Boynton, Sergei Polunin, Tom Bateman, Marwan Kenzari
Verleih: Twentieth Century Fox of Germany GmbH
Claudia-Janet Kaller, Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Was als luxuriöse Zugfahrt durch Europa beginnt, entwickelt sich schnell zu einer der stilvollsten, spannendsten und aufregendsten Mysterien, die je erzählt wurden. Basierend auf dem Buch der Bestsellerautorin Agatha Christie, erzählt MORD IM ORIENT EXPRESS die Geschichte von dreizehn Fremden in einem Zug, von denen jeder ein Verdächtigter ist. Ein Mann muss gegen die Zeit ankämpfen, das Rätsel zu lösen, bevor der Mörder noch einmal zuschlägt. 

Kritik

Kenneth Brannagh hat den Agatha-Christie-Klassiker MORD IM ORIENT EXPRESS neu verfilmt. War das notwendig? Oder gar überflüssig? Oder ist vielleicht sogar ein Meisterwerk entstanden?

Nun ja, ich bin irgendwie ein wenig gespalten. MORD IM ORIENT EXPRESS ist durchaus ein sehenswerter Film, allerdings leider mit einigen Abstrichen. Wenn man das Original nicht kennen sollte, ist man als Zuschauer durchaus versucht, selbst darauf zu kommen, wer denn nun der Mörder ist. Kenner entdecken natürlich sofort, dass sich an dem Grundkonzept nicht wirklich etwas verändert hat. Das sehe ich aber persönlich überhaupt nicht als Problem.

Auch die Darsteller sind mehr als sehenswert. Mit Michelle Pfeiffer, Judy Dench, Johnny Depp, Josh Gad, Penélope Cruz, Olivia Colman, Willem Dafoe oder Daisy Ridley – um nur ein paar wenige zu nennen – hat Kenneth Brannagh eine mehr als beeindruckende Riege seiner Kollegen vor die Kamera bekommen. Vielleicht hätte man der einen oder anderen Figur etwas mehr Handlung einräumen können, aber das ist bei einem solchen Ensemble natürlich nicht gerade ein leichtes Unterfangen. Alle Darsteller spielen jedoch ausnahmslos grandios auf und allein das würde bereits die Kinokarte rechtfertigen. 

Doch leider gibt es auch, wie bereits eingangs erwähnt, ein oaar negative Punkte. Warum Brannagh den Film in 70mm (oder 65mm, um technisch genau zu sein) gedreht hat, wird leider nicht wirklich ersichtlich. Eigentlich nutzt man das Format, um weite Landschaften möglichst imposant einzufangen. So machte das Format z.B. bei DUNKIRK von Christopher Nolan absolut Sinn. Hier, in der meist klaustrophobischen Szenerie im Zug, wirkt das Format ein wenig deplatziert, weil es eben seine Vorteile überhaupt nicht ausspielen kann. 

Ein weiterer Punkt, der mich doch arg verwundert hat, ist der meist recht künstlich wirkende Look des Films. Obwohl Brannagh sehr viele echte Kulissen benutzt hat, hatte ich trotzdem vor meinem inneren Auge irgendwie immer einen Greenscreen im Sinn. Dadurch wirkte der Film auf mich immer ein wenig distanziert, ja eben künstlich, was mir den Zugang leider ziemlich erschwert hat. 

Aber nichtsdestotrotz ist MORD IM ORIENT EXPRESS in der Summe ein durchaus sehenswerter Film – und wenn man mit den von mir genannten Abstrichen leben kann, dann sollte man sich den Film erst recht auf der großen Leinwand ansehen. Vielleicht sogar in 70mm. 

Bildergalerie

Trailer

Comments Closed

Kommentare sind geschlossen.

Filmplakat

Neustarts am 09.11.2017

Simpel

Seit Ben (Frederick Lau) denken kann, sind er und sein Bruder Barnabas ein Herz und eine Seele. Barnabas, „Simpel“ genannt (David Kross), ist 22 Jahre alt, aber geistig auf dem Stand eines Kindes. Quasilorten (Erdbeeren) sind sein Lieblingsessen und draußen im Watt entdeckt er mit seinem Stofftier Monsieur Hasehase neue Kontinente. Simpel ist anders und Weiterlesen

Suburbicon

Willkommen im sonnigen Suburbicon, einer Vorstadtgemeinde mit immerwährend glücklichen Familien mitten im Herzen von Amerika. Mit seinen erschwinglichen Häusern und gepflegten Rasenflächen ist Suburbicon in den 1950er Jahren die idyllische Postkarten-Version des amerikanischen Traums.