Mit Siebzehn

Kinostart: 16.03.2017

OT: Quand on a 17 ans (Frankreich 2016)
Länge: 116 Minuten
Genre: Drama
Regie: André Téchiné
Drehbuch: Céline Sciamma, André Téchiné
Darsteller: Sandrine Kiberlain, Kacey Mottet Klein, Corentin Fila

Aus einem Tal in den Pyrenäen wird die Land­ärztin Marianne (Sandrine Kiberlain) auf einen abgelegenen Berghof gerufen, um die Bäuerin zu untersuchen. Thomas (Corentin Fila), der Adoptivsohn der Kranken, gefällt ihr auf Anhieb gut: ein hübscher Kerl mit halbafrikanischen Wurzeln, dessen ruhige männliche Tatkraft sie beeindruckt. Als die Mutter des Jungen ins Krankenhaus muss, fordert Marianne Thomas dazu auf, bei ihr und ihrem ehrgeizigen Sohn Damien (Kacey Mottet Klein) in der Stadt zu wohnen, um der Mutter nahe zu sein. Sie ahnt nicht, dass die beiden sich nicht mögen und in der Schule beim geringsten Anlass aufeinander losgehen. Doch als Marianne ihre Raufereien entdeckt, weiß keiner zu sagen, woher die seltsame Feindschaft eigentlich rührt… 

Kritik

Immer wieder gibt es auf Festivals diese kleinen, feinen Filme, die zwar die Kritiker überzeugen, dann aber weder mit Preisen bedacht werden, noch einen Weg ins Kino finden. MIT SIEBZEHN ist genau so ein Film.

Im vergangenen Jahr lief der Film auf der Berlinale und stieß dort auf jede Mange Zustimmung, sowohl von Seiten der Kritiker, als auch des Publikums. Doch leider bleibt es dann zumeist dabei. Umso schöner, dass es in Deutschland Filmverleiher wie die Kool Filmdistribution gibt, die sich immer wieder solcher Perlen annimmt. Ob TAKE THIS WALTZ, PRINCE AVALANCHE oder SAG NICHT, WER DU BIST – keiner dieser Filme hätte es vermutlich anderweitig in die deutschen Filmtheater geschafft. 

Jetzt bringen die Filmliebhaber aus Freiburg also MIT SIEBZEHN in die Kinos, den neuen Film des französischen Regisseurs André Téchiné. Im ersten Moment wird man sich vermutlich fragen, wie glaubwürdig ein 73-jähriger eine Coming-of-Age-Geschichte in Szene setzen kann, aber davon sollte man sich keinesfalls beirren lassen, denn nach den knapp zwei Stunden stelle sich diese Frage nicht mehr. 

Téchiné verzichtet ganz bewusst auf, dem Zuschauer bis ins letzte Detail seine Gefühle vorzugeben. Er trifft mit jedem seiner Bilder stets den richtigen Ton und lässt den Zuschauer wie beiläufig am Geschehen teilhaben, ohne ihn jedoch davon auszuschließen. Das gelingt ihm in erster Linie natürlich durch seine beiden Hauptdarsteller, die ihre Rollen federleicht und vollkommen unaufgeregt mit Leben füllen. Und siehe da: Es muss nicht immer das ganz große Gefühlskino aufgefahren werden, um einen guten und authentischen Film zu drehen. Es genügt, wenn man es ehrlich meint. Vollkommen. 

Bildergalerie

Trailer

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Filmplakat

Neustarts am 16.03.2017

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