Mia Madre

Kinostart: 19.11.2015

OT: Mia Madre (Italien / Frankreich 2015)
Länge: 106 Minuten
Genre: Drama
Regie: Nanni Moretti
Drehbuch: Nanni Moretti, Francesco Piccolo, Valia Santella
Darsteller:

Margherita Buy, John Turturro, Giulia Lazzarini, Nanni Moretti, Beatrice Mancini

Filmregisseurin Margherita (Margherita Buy) steckt mitten in einer Midlife-Crisis. Gerade hat sie sich von Ihrem Freund getrennt, ihre Tochter Livia (Beatrice Mancini), die beim Vater lebt, geht langsam eigene Wege und der amerikanische Hauptdarsteller (John Turturro) ihres neuen Filmes bringt mit seinen Starallüren die Dreharbeiten ins Stocken. Zu all dem kommt hinzu, dass ihre Mutter (Giulia Lazzarini) im Krankenhaus liegt und die Situation keine Hoffnung auf Genesung zulässt. 

Während ihr Bruder Giovanni (Nanni Moretti) sich liebevoll um die Mutter kümmert, ist seine Schwester mit der Situation völlig überfordert und entwickelt Schuldgefühle. Zwischen Krankenhaus und Drehorten wird ihr langsam klar, was im Leben wirklich wichtig ist: Zeit mit ihren Lieben zu verbringen und das Vermächtnis ihrer Mutter zu beherzigen – die Lektion Leben, die sie ihr erteilt hat, und die Erinnerung, die in ihr weiterleben wird.

Kritik

Mit seinem letzten Film HABEMUS PAPAM – EIN PAPST BÜXT AUS hat Regisseur Nanni Moretti genau den Zahn der Zeit getroffen. Mit seinem neuen Film MIA MADRE sieht das leider ein wenig anders aus.

Moretti verarbeitet hier ein wenig seine eigene Geschichte und gedenkt mit MIA MADRE seiner verstorbenen Mutter. Allerdings verlagert er seine Trauer auf seine Hauptdarstellerin, die sich mit dem Dilemma auseinander setzen muss, einen Film zu drehen und sich gleichzeitig um ihre kranke Mutter zu kümmern. Wie soll man in der heutigen Zeit Familie und Beruf unter einen Hut bekommen? Das ist erst einmal ein lobenswerter Ansatz. Doch Moretti verfährt sich immer wieder auf dem Weg zum Ziel und so wirkt das Ergebnis extrem verkopft und zerfahren. Auch ist der Einsatz von Humor nicht immer und an jeder Stelle gelungen.  Am Ende ist MIA MADRE für Moretti vermutlich ein ziemlich wichtiger Film – für den Zuschauer hingegen leider nicht.

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Filmplakat

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