Meine Zeit mit Cézanne

Kinostart: 06.10.2016

OT: Cézanne et Moi (Frankreich 2016)
Länge: 114 Minuten
Genre: Drama / Biographie
Regie: Danièle Thompson
Drehbuch: Danièle Thompson
Darsteller: Guillaume Canet, Guillaume Gallienne, Alice Pol, Déborah François, Sabine Azéma, Gérard Meylan, Laurent Stocker, Isabelle Candelier, Freya Mayor
Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Sie haben alles geteilt: ihr Aufbegehren, die Neugierde, die Hoffnungen, Zweifel, Mädchen, Ruhmesträume. Paul (Guillaume Gallienne) ist reich, Émile (Guillaume Canet) arm. Irgendwann ziehen sie fort aus Aix-en-Provence, hoch nach Paris, freunden sich an mit jenen, die am Montmartre und in Batignolles leben. Man verkehrt an denselben Orten, schläft mit denselben Frauen, verachtet die Spießbürger (was auf Gegenseitigkeit beruht), geht nackt baden, stirbt vor Hunger und stopft sich bei Gelegenheit den Bauch voll, trinkt Absinth, malt tagsüber jene Modelle, die man nachts streichelt, nimmt 30 Stunden Zugfahrt in Kauf, nur um einen Sonnenuntergang in der Provence zu sehen… 

Paul Cézanne und Émile Zola – aus dem einen wird ein Maler, aus dem anderen ein Schriftsteller. Der Ruhm geht achtlos an Paul vorbei. Émile hingegen besitzt alles: Ansehen, Geld, eine perfekte Frau, die Paul zuerst geliebt hat. Sie kritisieren und bewundern sich. Und sie gehen keiner Auseinandersetzung aus dem Weg. Sie verlieren sich aus den Augen und finden sich wieder – wie eins dieser Paare, die nicht aufhören können sich zu lieben…

Kritik

Mit MEINE ZEIT MIT CÈZANNE legt Regisseurin Danièle Thompson einen wunderschön ausgestatteten Film vor, der allerdings die Nicht-Kenner von Paul Cézanne und Émile Zola ein wenig außen vor lässt.

Wir es von französischen Filmen gewohnt sind, ist auch die Ausstattung dieses Filmes ganz hervorragend. Wunderbare Kostüme, traumhafte Settings und eindrucksvolle Darsteller. Eigentlich dürfte dem Film an nichts mangeln. Und doch bleibt ein kleiner, fader Beigeschmack.

Danièle Thompson setzt in ihrem Film zu viel voraus und so bleiben diejenigen, die gerade mal wissen, dass Paul Cézanne ein französischer Maler war und vielleicht von Émile Zola noch nie etwas gehört haben, etwas verwundert zurück. Wirkliche Hintergrundinformationen über die beiden Männer fehlen in dem Film nämlich so gut wie vollständig.

Sicherlich kann man sich in einem solchen Fall zurücklehnen und die Opulenz des Filmes bewundern, aber mir persönlich reicht das leider nicht aus.

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Filmplakat

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