Marie Curie

Kinostart: 01.12.2016

OT: Marie Curie (Frankreich / Polen / Deutschland 2016)
Länge: 100 Minuten
Genre: Drama / Biographie
Regie: Marie Noëlle
Drehbuch: Marie Noëlle, Andrea Stoll
Darsteller: Karolina Gruszka, Arieh Worthalter, Charles Berling, André Wilms, Malik Zidi, Samuel Finzi, Sabin Tambrea
Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

903 erhält die Wissenschaftlerin Marie Curie (Karolina Gruszka) als erste Frau gemeinsam mit ihrem Mann Pierre (Charles Berling) den Nobelpreis für Physik. Nur kurze Zeit später, mit gerade Mitte Dreißig und als junge Mutter zweier Kinder, verliert sie Pierre durch einen tragischen Unfall. Dennoch bahnt sie sich ihren Weg unerschütterlich weiter, setzt in einer von Männern dominierten Welt ihre gemeinsamen Forschungen alleine fort und erhält als erste Frau einen Lehrstuhl an der Pariser Sorbonne. Als sie sich dann, nach einer langen Zeit der Trauer um ihren geliebten Mann, in den verheirateten Wissenschaftler Paul Langevin (Arieh Worthalter) verliebt und sich auf eine Affäre mit ihm einlässt, löst sie einen heftigen Skandal aus. Denn just in dem Moment, als ihr der zweite Nobelpreis zuerkannt werden soll und die ehrwürdige Académie des sciences über die Aufnahme Marie Curies in ihren Kreis berät, klagt sie die Pariser Presse – auch auf Betreiben von Pauls rachsüchtiger Ehefrau – öffentlich als Ehebrecherin an. Im vollen Glanze ihres Ruhms wird Marie Curie zum Ziel übler Diffamierungen und muss bitterlich erfahren, wie unvereinbar Vernunft und Leidenschaft sein können…

Kritik

Da möchte eine Regisseurin der großen MARIE CURIE ein Denkmal setzen und beschränkt sich doch nur auf ihr Liebesleben. Warum nur?

Diese Frage kreiste ständig in meinem Kopf, als ich den Film im Rahmen des Filmfests Hamburg sehen durfte. Innerlich hatte ich gehofft, endlich einmal etwas über die Frau zu erfahren, die wie kaum eine andere in der Männerdomäne der Forscher in die Geschichte eingegangen ist. Doch stattdessen konzentriert sich der Film beinahe ausnahmslos mit dem Liebesleben der Protagonistin, als wenn es genau das wäre, was diese außergewöhnliche Frau geformt hätte. Ihre Forschungen und ihren Kampf um Anerkennung lässt die Regisseurin Marie Noëlle beinahe als Nebensächlichkeit abhandelt, wobei doch eigentlich genau darin der eigentlich Reiz dieser Figur liegen müsste. 

Bleibt zu hoffen, dass sich irgendwann einmal ein Regisseur oder eine Regisseurin dieser Figur annimmt und ihr ein filmisches Denkmal setzt, dass ihrer Größe gerecht wird. 

Bildergalerie

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Filmplakat

Neustarts am 01.12.2016

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