Mängelexemplar

Kinostart: 12.05.2016

OT: Mängelexemplar (Deutschland 2016)
Länge: 112 Minuten
Genre: Drama
Regie: Laura Lackmann
Drehbuch: Laura Lackmann, nach dem gleichnamigen Roman von Sarah Kuttner
Darsteller: Claudia Eisinger, Katja Riemann, Barbara Schöne, Laura Tonke, Maximilian Meyer-Bretschneider, Maren Kroymann, Christoph Letkowski
Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Karo (Claudia Eisinger) hat kein Problem. Karo ist das Problem: Für ihre Chefin, ihren Freund und für einen Baumarktmitarbeiter, der Karo nach einem sonderbaren Wutausbruch in Gewahrsam nehmen muss. Und es stimmt, mit Karo stimmt etwas nicht. 

Sie ist ungeduldig, viel zu emotional und hat sich selbst nicht unter Kontrolle. Als Karo deswegen ihren Job verliert und selbst ihre beste Freundin nichts mehr von ihr wissen will, wird ihr klar, dass sich etwas ändern muss. Voller Übereifer stürzt sie sich in eine Therapie, will die Superpatientin sein und macht gerade deshalb alles falsch. Als daraufhin ihr Freund mit ihr Schluss macht wird es ernst. Von Panikattacken in die Depression getrieben muss sie feststellen, dass es nicht leicht ist, ein Problem zu lösen, wenn man es selber ist.

Kritik

Für MÄNGELEXEMPLAR muss man als Zuschauer eindeutig in der richtigen Stimmung sein. Sonst geht dieser Film, der auf dem gleichnamigen Roman von Sarah Kuttner basiert, komplett nach hinten los.

Ob ich selbst nicht in der richtigen Stimmung war, als ich an der Pressevorführung teilnahm? Keine Ahnung, aber ich hatte definitiv ein paar zeitkritische Aufgaben auf dem Zettel, die ich für diesen Film noch weiter nach hinten geschoben hatte. Das führte zwangsläufig dazu, dass ich (unbewusst) in den Film solch hohe Erwartungen gesteckt habe, die dieser niemals erfüllen konnte. Schließlich kreiste in meinem Kopf immerzu die Frage, ob dieser Film das Aufschieben der Aufgaben rechtfertigen würde. Die Antwort war ein klares Nein.

Von Kollegen musste ich mir einreden lassen, dass MÄNGELEXEMPLAR den Status der Depression nahezu perfekt in Szene gesetzt hat. Das mag mit Sicherheit stimmen, aber genauso, wie man mit einem depressiven Menschen nur ungern längere Zeit verbringen möchte, ging es mir mit diesem Film.

Die von Claudia Eisinger durchaus brillant gespielte Hauptfigur ging mir nach etwa einer Stunde so dermaßen auf den Keks, dass ich das erste Mal seit einer halben Ewigkeit wieder einen Film vorab verlassen habe. Ich kann daher nicht beurteilen, ob die zweite Hälfte das Ruder noch einmal wieder herum reißt. Aber ehrlich gesagt war mir das auch egal.

Vielleicht hätte ich MÄNGELEXEMPLAR unter anderen Umständen komplett anders bewertet, aber in diesem Fall ist der Film bei mir leider komplett durchgefallen. Schade.

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