Ludwig II.

Kinostart: 27.12.2012

OT: Ludwig II. (Deutschland / Österreich 2012)
Länge: 142 Minuten
Genre: Historienfilm / Drama
Regie: Peter Sehr, Marie Noëlle
Drehbuch: Peter Sehr, Marie Noëlle
Darsteller: Sabin Tambrea, Sebastian Schipper, Hannah Herzsprung, Edgar Selge, Friedrich Mücke, Justus von Dohnányi, Samuel Finzi, Tom Schilling, Paula Beer, Uwe Ochsenknecht, Peter Simonischek, Gedeon Burkhard, Katharina Thalbach, August Schmölzer, Michael Fitz, Franz Dinda, Christophe Malavoy, Bernd Birkhahn, Volker Zack Michalowski, André Eiserman, Axel Milberg

Voller Idealismus besteigt Ludwig im Alter von 18 Jahren den bayerischen Thron. In einer Zeit, in der Krieg und Armut allgegenwärtig sind, glaubt er an eine bessere Welt und möchte seine Macht dafür einsetzen, dass sein Volk in Frieden und Glück leben kann. Sein Reich soll zum Mittelpunkt der Schönheit werden, Kunst und Kultur sollen aufblühen, statt in Waffen möchte Ludwig die Staatsgelder in Theater, Musik und Bildung investieren. Er liebt die Opern Richard Wagners, seine Leidenschaft und Bewunderung für seine Werke und deren Sagenwelten sind so groß, dass er den umstrittenen Komponisten an seinen Hof holt. 

Er stürzt sich mit anfänglich großem Interesse ins politische Geschäft, besetzt mit den Jahren wichtige Posten des Hofstaats mit Vertrauten und schmiedet Allianzen. Doch die Umstände seiner Zeit sind gegen ihn. So wird sein geliebtes Reich in Kriege mit Preußen und Frankreich verwickelt und erleidet bittere Niederlagen. Seine Minister rebellieren gegen die kostspielige Förderung Wagners. Seine schon fest geplante, vom Volk ersehnte Hochzeit sagt er wieder ab, weil er sich eingestehen muss, dass ihn mit seiner Verlobten nicht mehr verbindet als innige Freundschaft.

Ludwig kommt nicht zur Ruhe, zu tief sind auch die Abgründe seiner Seele, die ihn quälen und verzweifeln lassen. Desillusioniert zieht er sich zurück und flüchtet sich – während seine Gegner sich formieren und ihn stürzen wollen – mit seinen Schlössern in ein Traumreich der Phantasie. Bis zu seinem tragischen Tod, der wie Ludwig selbst bis heute „ein ewig Rätsel“ bleibt…

Kritik

Auch 126 Jahre später bleibt der tragische Tod des Märchenkönigs im Starnberger See ein Mysterium. Peter Sehr und Marie Noëlle setzen LUDWIG II. jetzt ein (weiteres) filmisches Denkmal, wie man es nur im Kino sehen kann. Opulent ausgestattet und mit einer eindrucksvollen Schauspielerriege bietet der Film optische Schauwerte vom Allerfeinsten. Leider lassen die Dialoge hin und wieder zu wünschen übrig und so manches Mal muss sich der Zuschauer fragen, ob die Dialoge – oder vielmehr die Wortwahl – so wirklich in das 19. Jahrhundert passen. Sonst allerdings bleibt der Film glaubhaft und dürfte sicherlich den Zuschauern gefallen, die sich für historische Stoffe begeistern können.

Von der deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) hat LUDWIG II. übrigens das „Prädikat Wertvoll“ erhalten.

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