Lolo – Drei ist einer zu viel

Kinostart: 17.03.2016

OT: Lolo (Frankreich 2015)
Länge: 100 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Julie Delpy
Drehbuch: Julie Delpy, Eugénie Grandval
Darsteller: Julie Delpy, Dany Boon, Vincent Lacoste, Karin Viard, Antoine Lounguine
Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Eigentlich wollte Violette (Julie Delpy) nur ein paar Tage Auszeit mit ihren besten Freundinnen in Südfrankreich nehmen. Dort aber läuft ihr Jean-René (Dany Boon) über den Weg – und sie verliebt sich. Hals über Kopf. Und das, obwohl er so gar nicht zu ihr passt. Violette liebt ihr Leben in Paris und ihren Job in der Modebranche, Jean-René dagegen ist ein nerdiger Informatiker und scheint nicht viel mehr von der Welt gesehen zu haben, als die Provinz und seinen Computer. Doch sie ist schon so lange ohne Mann, und selbst ihre Freundinnen raten ihr, es mit ihm zu probieren – was also spricht gegen einen Urlaubsflirt? Überraschenderweise läuft es so gut zwischen den beiden, dass Jean-René noch vor Jahresende nach Paris zieht. Das junge Glück könnte perfekt sein, wäre da nicht: Lolo (Vincent Lacoste), Violettes 19-jähriger Sohn. Der denkt gar nicht daran, sie mit einem anderen zu teilen – und greift dafür zu immer drastischeren Maßnahmen. Von Verleumden bis Vergiften ist Lolo jedes Mittel recht. Lolo ist wahrlich ein Meister seines Fachs, doch Jean-René erweist sich als überraschend standhafter Gegner, der den Kampf um Violettes Herz würdevoll aufnimmt…

Kritik

Bei LOLO – DREI IST EINER ZU VIEL hat Julie Delpy gleich einmal alles übernommen: Drehbuch, Regie und die Hauptrolle. Vielleicht hat sie sich damit ein klein wenig übernommen, denn herausgekommen ist leider nur eine durchschnittliche Komödie.

Das Thema des eifersüchtigen Sohnes, der die Liebesabenteuer der eigenen Mutter mit allen Mitteln versucht zu vereiteln, gab es bereits etliche Male in der Kinogeschichte. Und leider wurden sie auch schon mehrfach besser in Szene gesetzt. Die Ideen des Drehbuchs wirken beliebig und wahllos aus anderen Werken zusammen gesammelt.

Das größte Manko des Films ist jedoch die Figur des Sohnes, denn diese bietet so gut wie keine glaubwürdigen Elemente. Obwohl er mit aller Gewalt versucht, die Lover der Mutter von ihr fernzuhalten, zieht er bei seinen Freunden über die Mutter her. Das passt so überhaupt nicht zueinander und nimmt dem Film so die notwendige Glaubwürdigkeit.

LOLO – DREI IST EINER ZU VIEL ist dabei jedoch kein schlechter Film. Es hat die Geschichte nur schlichtweg schon zu oft und besser gegeben.

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Filmplakat

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