Learning to Drive

Kinostart: 06.08.2015

OT: Learning to Drive (USA 2014)
Länge: 90 Minuten
Genre: Drama
Regie: Isabel Coixet
Drehbuch: Sarah Kernochan
Darsteller:

Patricia Clarkson, Dana Friedman, Daniel Hammond

Sophia Schubert gefällt dieser Artikel

Der New Yorker Literaturkritikerin Wendy (Patricia Clarkson) reißt es den Boden unter den Füßen weg, als sie nach 21 Jahren Ehe von ihrem Mann verlassen wird. Auf anfängliche Wut folgt Trauer, doch statt sich der Verzweiflung hinzugeben, beschließt Wendy ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Um ihre Tochter Tasha in Vermont besuchen zu können, will sie endlich ihren Führerschein machen und nimmt Fahrstunden bei dem indischen Taxifahrer Darwan (Ben Kingsley). Obwohl die Lebenswege der beiden kaum unterschiedlicher sein könnten, vertiefen sich die Gespräche zwischen Wendy und Darwan immer mehr. Die impulsive Wendy findet in dem ernsten und sanftmütigen Inder einen klugen Gesprächspartner und neuen Freund, der sie daran erinnert, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Kritik

LEARNING TO DRIVE durfte ich bereits vor mehr als einem Monat auf dem Edinburgh International Film Festival sehen, dazu noch in einem der schönsten Kinos, das ich jemals betreten habe. Die Dominion Cinema in Edinburgh zählen mit zu den ältesten Kinos überhaupt und wurden bereits im Jahre 1938 eröffnet. Seitdem befinden sich die vier Säle in Familienbesitz – ein Umstand, der heutzutage mehr als selten ist.

Doch zurück zum Film. Ein Fahrlehrer, eine schon ältere Fahrschülerin und eine zwei Lebensgeschichten, die sich mehr und mehr miteinander verweben. Das kennen wir doch irgendwo her. Stimmt. HAPPY GO LUCKY hieß ein britischer Film von Mike Leigh aus dem Jahre 2008. Trotzdem – oder zum Glück – haben diese beiden Filme außer dem Grundsetting in einer Fahrschule so gar nichts gemeinsam. Während HAPPY GO LUCKY eher auf die komisch-dramatische Schiene setze, die zuweilen ziemlich nervte, bestreitet Isabel Coixet einen eher konventionellen Weg. Das bedeutet jedoch nicht, dass er Film vorhersehbar oder gar langweilig ist. Mitnichten! Coixet zeichnet ihre Figuren mit sehr viel Liebe zum Detail und bietet ihnen den notwendigen Raum zum Atmen. Auch wenn diese beiden Menschen auf den ersten Blick sehr verschieden sein mögen, verbindet sie doch mehr, als man vermuten mag. Es macht schlichtweg gute Laune, diesen beiden hervorragenden Schauspielern auf ihrer Reise des Lernens zu folgen. Bravo!

Bildergalerie

Invalid Displayed Gallery

Trailer

Comments Closed

Kommentare sind geschlossen.

Filmplakat

Neustarts am 06.08.2015

Mission Impossible: Rogue Nation

Die völlig verdeckt arbeitende Spionage‐Agentur, die man als IMF kennt, ist seit Längerem unter Beschuss. Aber nun steht sie vor dem endgültigen Aus – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem sich eine erschütternde Gefahr, wie sie die freie Welt noch nicht gesehen hat, aus dem Schatten zu lösen beginnt. Diese Gefahr ist „Das Syndikat“, eine Weiterlesen

About a Girl

Charleen (Jasna Fritzi Bauer), fünfzehndreiviertel, hört bevorzugt Musik von toten Leuten und fragt sich manchmal, warum alles so kompliziert sein muss. Sie hat null Bock auf Familie, Schule und erst recht nicht auf die üblichen Mädchengespräche über Jungs und Mode mit ihrer besten Freundin Isa (Amélie Plaas-Link). Mehr aus Trotz und einer Laune heraus beschließt Weiterlesen