Jahrhundertfrauen

Kinostart: 18.05.2017

OT: 20th Century Women (USA 2016)
Länge: 119 Minuten
Genre: Drama
Regie: Mike Mills
Drehbuch: Mike Mills
Darsteller: Annette Bening, Greta Gerwig, Elle Fanning, Billy Crudup, Lucas Jade Zumann, Alison Elliott, Thea Gill, Olivia Hone, Waleed Zuaiter, Curan Walters, Darrell Britt-Gibson, Alia Shawkat, Nathalie Love, Cameron Gellman, Finnegan Bell, Zoe Nanos, Lauren Foley, Gareth Williams, Kai Lennox
Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Kalifornien, Ende der 70er Jahre: eine wilde, inspirierende Zeit der kulturellen Umbrüche, Freiheit liegt in der Luft. Dorothea Fields (Annette Bening), eine energische und selbst- bewusste Frau Mitte 50, erzieht ihren Sohn Jamie (Lucas Jade Zumann) ohne den Vater, holt sich aber Unterstützung von zwei jungen Frauen: Abbie (Greta Gerwig), die freigeistige und kreative Mitbewohnerin, und Jamies beste Freundin Julie (Elle Fanning), ein gleichermaßen intelligentes wie provokatives Mädchen. So verschieden sie sind, alle vier stehen füreinander ein – und es gelingt ihnen eine Bindung für das ganze Leben zu schaffen. 

Kritik

Ich habe mich durchaus bemüht, an JAHRHUNDERTFRAUEN Gefallen zu finden. Es ist mir nur leider nicht gelungen…

Ich mag Filme, in denen Frauen nicht nur schmuckes Beiwerk für ihre männlichen Hauptdarsteller sind, sondern selbst die Iniative übernehmen. Frauen, die nicht erst beweisen müssen, dass sie zu denselben Dingen fähig sind, wie Männer, sondern mit beiden Beinen im Leben stehen. Frauen, die vielleicht scheitern, aber dafür im Anschluss um so stärker wieder aufstehen. Daher klang die Geschichte von JAHRHUNDERTFRAUEN auf den ersten Blick auch so interessant.

Mike Mills, der Regisseur des Films, hatte bereits 2012 mit BEGINNERS das späte Coming-Out seines Vaters zu einem wunderbaren Film verarbeitet. Daher war mir klar, dass er sich mit anspruchsvollen Geschichten auskennt. Leider bleibt von der Magie des Films in seinem neuen Werk nicht allzu viel übrig. Mills Drama versinkt in ewigen Dialogen über Erziehung, die dem Zuschauer irgendwann gehörig auf den Geist gehen. Es mag allerhand Wahres in den Worten der Figuren liegen, allen voran Annette Bening als Mutter, aber das spielt irgendwann – zumindest für mich – absolut keine Rolle mehr. Stattdessen wünscht man sich, die Protagonisten würden einfach mal den Mund halten. Schade, wenn die durchaus gute Botschaft des Films im ewigen Gesabbel untergeht. 

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Filmplakat

Neustarts am 18.05.2017

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