Jack Reacher – Kein Weg zurück

Kinostart: 10.11.2016

OT: Jack Reacher – Never Go Back (USA 2016)
Länge: 119 Minuten
Genre: Action
Regie: Edward Zwick
Drehbuch: Edward Zwick, Marshall Herskovitz, Richard Wenk
Darsteller: Tom Cruise, Cobie Smulders, Aldis Hodge, Danika Yarosh, Patrick Heusinger, Holt McCallany, Robert Knepper
Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Jahre nachdem er sich aus dem Kommando einer Eliteeinheit der Militärpolizei zurückgezogen hat, wird der umherziehende Rächer Jack Reacher (Tom Cruise) von seinem alten Leben eingeholt, als seine geschätzte Nachfolgerin im Amt, Major Susan Turner (Cobie Smulders), zu Unrecht der Spionage bezichtigt wird. Reacher setzt alles aufs Spiel, um ihre Unschuld zu beweisen und die wahren Verantwortlichen hinter dem Mord an mehreren Soldaten zu entlarven. 

Kritik

So zutreffend, wie auch nichtssagend der kurze Inhaltstext hier oben auch sein mag, erzählt er nur die Hälfte von dem, was in JACK REACHER – KEIN WEG ZURÜCK Sache ist. Mal ganz ehrlich, Freunde: Es gibt bald 21 Ausgaben in der „Jack Reacher“-Romanreihe vom Autor Lee Child, es muss also qualitativ etwas dran sein, wenn es sich lohnt, das Ding so lange fortzusetzen. Warum zum Henker sucht man sich die Ausgabe raus, in der der arme Jack den ganzen Film über dazu verdammt ist, sich um eine ätzend pubertierende 15-jährige zu kümmern? Aber ich galoppiere schon wieder vor, eines nach dem anderen…

Zuerst sei mal gesagt, dass wir es bei der Film-Fortsetzung von Jack Reacher mit grundsolidem Actionkino zu tun haben. So ungern ich diese Phrase gerade gedroschen habe, so wahr ist sie. Toughe Eingangssequenz, dann der Lone-Wolf Jack der in Ur-Amerikanischer Freedom-Manier durch die USA tingelt, um von seiner Vergangenheit in Ruhe gelassen zu werden, dann doch wieder von ihr eingeholt wird und all sein Können als Ex-Militärpolizist aufbieten muss, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen und seine Geliebten zu schützen. Dabei lösen sich natürlich diverse Dinge in riesengroßen Feuerbällen auf und ein paar Nasen werden auf spektakuläre Weise gebrochen. Hier hätte diese Kritik dann auch schon enden können, so gut, so „unspektugal“. Doch nein – Jack ist eventuell Vater! Wusste er aber nicht! Egal – erstmal die Lütte unter die Fittiche und damit mit ins Fadenkreuz nehmen. Daddy oft the Year!

Eventuell wollten die Macher nach dem Hau-Drauf-igem Einstand im ersten Jack Reacher-Teil der Hauptfigur mehr Menschlichkeit einhauchen, vielleicht waren sie es satt, dass diese Cruise-Actionfilmreihe immer mit der anderen Cruise-Actionfilmreihe (Mission: Impossible) verwechselt wird, oder Marktforschungsumfragen haben ergeben, dass das Thema „Familie“ in den USA noch immer super zieht – gut getan hat es dem Franchise nicht unbedingt. JACK REACHER – KEIN WEG ZURÜCK ist ein Film für den Sonntag Abend auf der Couch – aber nicht zwingend für den Kinobesuch.

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Filmplakat

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