Hüter der Erinnerung

Kinostart: 02.10.2014

OT: The Giver (USA 2014)
Länge: 98 Minuten
Genre: Drama / Science-Fiction
Regie: Phillip Noyce
Drehbuch: Michael Mitnick, Robert B. Weide, nach dem Roman von Lois Lowry
Darsteller: Jeff Bridges, Meryl Streep, Brenton Twaites, Alexander Skarsgård, Katie Holmes, Odeya Rush, Cameron Monaghan, Taylor Swift, Emma Tremblay

Der 16 Jahre alte Jonas (Brenton Thwaites) lebt in einer scheinbar idealen Welt. Es gibt keine Kriege, keine Armut, keine Gewalt. Doch die Menschen zahlen einen hohen Preis für so viel Harmonie: Sie kennen weder Liebe noch Freude oder Farben, in ihrer Gemeinschaft ist alles grau und gleich. Denn der Rat der Ältesten bestimmt über das gesamte Leben, von der Geburt über die Hochzeit bis zum Tod. Kinder werden von Leihmüttern ausgetragen und den Eltern nur solange gegeben, bis sie reif sind, eine zugewiesene Aufgabe in der Gemeinschaft zu übernehmen. Die Vorsitzende des Ältestenrates (Meryl Streep) ernennt Jonas zum neuen „Hüter der Erinnerung“. Sein Amtsvorgänger (Jeff Bridges) lehrt ihm all das Wissen, das er stellvertretend für die gesamte Menschheit bewahren soll. So erfährt Jonas von einer Welt der Unvollkommenheit und Aggressionen, aber auch der Liebe und der Solidarität. Als er merkt, dass die schöne neue Welt der Gemeinschaft nur auf Lügen und Verbrechen basiert, will Jonas die Menschen, die er liebt, retten. Doch bislang hat es niemand geschafft, die Gemeinschaft lebend zu verlassen.

Kritik

Wären wir in einer Welt glücklicher, in der alles vorherbestimmt ist und streng nach Plan verläuft? In der es keinerlei Farben gibt, keine Schmerzen und keine Gefühle? Eine interessante Frage, der die US-amerikanische Autorin Lois Lowry in ihrem 1993 erschienenen Roman HÜTER DER ERINNERUNG (The Giver) nachgegangen ist. Der australische Regisseur Phillip Noyce (Salt) bringt den Stoff jetzt auf die große Leinwand und kann dabei auf eine eindrucksvolle Besetzung zählen: Neben den Newcomern Brenton Twaites und Odeya Rush bekommen wir zudem Alexander Skarsgård, Jeff Bridges und Merly Streep zu sehen.

Obwohl sich HÜTER DER ERINNERUNG in die Reihe der Jugendbuch-Sci-Fi/Fantasy-Verfilmungen einreiht, die in den letzten Jahren unsere Kinos überschwemmen, hebt sich der Film wohlwollend vom vorherrschenden Einheitsbrei ab. Das liegt zum einen natürlich an der virtuellen Umsetzung, die schlichtweg eindrucksvoll aussieht, aber eben auch an den hervorragend aufspielenden Darstellern.

HÜTER DER ERINNERUNG ist brilliant umgesetztes und intelligentes Science-Fiction-Kino. Nicht verpassen!

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Filmplakat

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