Hedi Schneider steckt fest

Kinostart: 07.05.2015

OT: Hedi Schneider steckt fest (Deutschland / Norwegen 2014)
Länge: 92 Minuten
Genre: Drama / Tragikomödie
Regie: Sonja Heiss
Drehbuch: Sonja Heiss
Darsteller:

Laura Tonke, Hans Löw, Leander Nitsche, Melanie Straub, Simon Schwarz, Margarita Broich, Matthias Bundschuh, Rosa Enskat, Urs Jucker, Jakob Bieber, Alex Brendemühl, Kathleen Morgeneyer

Josephine Drews gefällt dieser Artikel

Hedi (Laura Tonke), Uli (Hans Löw) und ihr Sohn Finn (Leander Nitsche) haben sich ihr Leben gut eingerichtet – sie nehmen den Alltag, wie er kommt und träumen von dem, was sein könnte. Doch plötzlich steckt Hedi fest. Erst mal nur im Aufzug, aber dann auch im Kopf. Und mit einem Mal ist nichts mehr, wie es war. Obwohl sie versuchen, aneinander festzuhalten, gerät Hedis und Ulis Welt aus den Fugen. Um ihrer Liebe eine letzte Chance zu geben, beschließen sie, nach Norwegen zu reisen und noch einmal glücklich zu sein – zumindest für 24 Stunden. 

Kritik

Filme über Depressionen gab es schon viele, aber kaum einer ist das Thema so unverkrampft angegangen, wie HEDI SCHNEIDER STECKT FEST. Regisseurin Sonja Heiss erzählt in ihrem Film davon, was passiert, wenn das gewohnte Leben plötzlich verschwindet und was eine Depression für Auswirkungen auf die anderen Beteiligten hat. Dabei wird sie aber niemals zu melancholisch und findet durch subtilen Humor immer einen Weg, die Geschichte für den Zuschauer ein wenig zu entschärfen.

Laura Tonke in der Rolle der titelgebenden Hedi versteht es zudem, jede Regung ihrer Figur glaubhaft darzustellen, ob es sich jetzt um kindlichen Spieltrieb oder pure Verzweiflung handelt. Mit Tonke ist Heiss ein wahrer Glücksgriff für den Film gelungen, denn ohne sie wäre der schmale Grat zwischen Tragik und Komik sicher nicht so gut ausbalanciert gewesen.

Wie kann eine Beziehung so etwas aushalten? Diese Frage hat sich Sonja Heiss während der Arbeit am Buch und am Film immer wieder gestellt. Schließlich ist der Mensch, den man einst geliebt und bewundert hat, plötzlich irgendwie verschwunden. Die Antwort darauf muss der Zuschauer selbst finden und dazu legt Heiss ihm diesen wunderbaren Film an die Hand.

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Filmplakat

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