Hardcore

Kinostart: 14.04.2016

OT: Hardcore Henry (Russland / USA 2015)
Länge: 92 Minuten
Genre: Action
Regie: Ilya Naishuller
Darsteller: Haley Bennett, Sharlto Copley, Danila Kozlovsky, Tim Roth
Franzi Baumheier, Tim B. Ukena, Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Eben noch auf der Schwelle zwischen Leben und Tod, im nächsten Moment als kybernetisch aufgemotzte Kampfmaschine auf der Suche nach der eigenen Identität und den Entführern seiner Frau Estelle: Für Henry kommt es im futuristischen Moskau hammerhart. Lediglich unterstützt durch den schrägen Jimmy, muss er es nicht nur mit Heerscharen namenloser Söldner aufnehmen, sondern auch deren psychopathischen Boss Akan in die Schranken weisen, der eine Armee biotechnisch aufgerüsteter Soldaten produzieren will. Getreu dem Motto „Blut schlucken und schlucken lassen“ bleibt Stehaufmännchen Henry nichts anderes übrig, als bis zum finalen „Game Over“ auch den letzten der „Scheißkerle“ endgültig plattzumachen.

Kritik

Als ich den ersten Trailer für HARDCORE sah, der eher eine komplette Szene des Films als ein fetziger Zusammenschnitt war, dachte ich, es sei ein flashiger Kurzfilm, der über Crowdfunding ans Licht der Welt gebracht werden sollte. Begeistert war ich von Sharlto Copley (DISTRICT 9; ELYSIUM), der den Sidekick in Form eines britischen Kriegsveteranen gab. Und, HOLY MOLY, war ich begeistert, als mir klar wurde, dass es ein full-length Film werden würde! Aber lasst mich etwas weiter ausholen…

Ich brauche nicht unbedingt eine Story mit THE-FOUNTAIN-mäßigem Tiefgang, damit mich ein Film fasziniert, auch die Machart bereitet mir einen riesigen Spaß. Während sich alle Welt das Würgen verkniff und über die fehlende Story zeterte, hab ich CLOVERFIELD derbst hart abgefeiert. Ich freu mich über kreative Kamerafahrten ebenso wie über einen gelungenen Plot-Twist. Genau und allein deswegen schon war HARDCORE ein Knaller für mich! Zugegeben, meine Affinität zu First-Person-Shootern hat sicherlich eine Rolle gespielt, aber letztendlich muss man ganz klar sagen: solch einen Film hat es noch nicht gegeben: sich komplett IM Körper des Protagonisten („First-Person“ ist das Stichwort) durch eine schräge Moskau-Version und Horden bizarrer Gegner zu mähen, ist schon eine Ansage. Das bringt die Identifikation mit dem Hauptcharakter auf ein neues Level. Darüber hinaus hat HARDCORE noch eine Story zu bieten, die sich Mühe gibt, mehrere Handlungsebenen einzuziehen und neben dem Synapsengeballer im Kopf noch einen exzentrischen, aber dennoch roten Faden zu verleihen. Auch wenn der Fokus ganz klar (und vielleicht etwas zu viel) auf der Action liegt, gibt’s hier noch den einen oder anderen lohnenden Plot-Twist. Sharlto Copley in gleich diversen Rollen zuzuschauen macht einen irren Spaß und jeder Zukunfts-Dystopiker mit Hang zum koksgeschwängerten Blutbad kommt auf seine Kosten. Zudem stellt dieser Film ganz klar den Anfang eines möglicherweise neuen Genres dar, denn die Perspektive macht Bock auf mehr!

Um es kurz zu machen: Dir kam Cola aus der Nase, als Du CRANK geschaut hast, hast CALL OF DUTY 34 Stunden am Stück gespielt und ein Dauerabo auf Blutbad-Filme im Midnight-Kino? Dann ist es Deine heilige Pflicht, Dir HARDCORE anzusehen!

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Filmplakat

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