Greatest Showman

Kinostart: 04.01.2018

OT: The Greatest Showman (USA 2017)
Länge: 105 Minuten
Genre: Musical
Regie: Michael Gracey
Drehbuch: Jenny Bicks, Bill Condon
Darsteller: Hugh Jackman, Michelle Williams, Zac Efron, Zendaya, Rebecca Ferguson, Keala Settle,
Verleih: Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Treten Sie näher, treten Sie heran! Lernen Sie den Mann kennen, der bewiesen hat, dass das Leben selbst die größte aller Shows sein kann. Inspiriert von den Taten des legendären Phineas Taylor Barnum (Hugh Jackman), seines Zeichens „Erfinder” der modernen Popkultur, wird hier die Story eines Mannes aufbereitet, der es von bitterster Armut zu enormem Reichtum gebracht hat. Der freche Träumer hat vorgeführt, dass es für Jedermann möglich ist, ins Rampenlicht zu treten, dass in Jedermann eine Geschichte steckt, die es spektakulär zu erzählen lohnt. 

Kritik

Das neue Kinojahr startet gleich mit einem großen, bunten und lauten Knall: GREATEST SHOWMAN erzählt die Geschichte von P.T. Barnum, der im 17. Jahrhundert die Massenunterhaltung erfand und damit reich wurde.

Er wurde in der Anonymität geboren, doch als er starb, kannte jeder seinen Namen. In ihrem Nachruf auf P.T. Barnum bezeichnete ihn die Washington Post 1891 als den „bekanntesten Amerikaner, der je gelebt hat.” Warum das so war, erzählt Regisseur Michael Gracey in seinem mitreißenden Musical mehr als deutlich. Für die extrem eingängigen Songs zeichnen sich Benj Pasek und Justin Paul verantwortlich, die bereits für LA LA LAND mit dem Oscar ausgezeichnet wurden. Ihnen ist das Meisterwerk gelungen, eine jahrhundertealte Geschichte mit modernen Songs zu untermalen, ohne dass sich diese wie ein Fremdkörper anfühlen. 

Natürlich könnte man an GREATEST SHOWMAN (warum man im „deutschen“ Titel auf das THE verzichtet, ist mir übrigens äußerst schleierhaft) einiges aussetzen, vor allem, wenn man sich mit dem Leben des P.T. Barnum einmal etwas genauer beschäftigt. Er war nämlich keineswegs der große Menschenfreund, wie es der Film oberflächlich suggerieren will. Zwar trommelte er alle diese Aussätzigen zusammen und gab ihnen eine Art von Familie, aber er tat das nicht aus Liebe zu den Menschen, sondern ausschließlich aus finanziellen Gründen. Das spricht der Film zwar unterschwellig an, geht aber leider zu wenig auf diese Problematik ein. Das mag man kritisieren, aber letztendlich muss man auch kritisieren, dass der Film sich nicht anschickt, ein Biopic zu sein. Michael Gracey sagt explizit, dass sein Film lediglich an das Leben des P.T. Barnum angelehnt sei. Wenn man das akzeptiert, dann wird man von einem eindrucksvollen Musical überrascht, das ein Feuerwerk nach dem anderen abfeuert. 

GREATEST SHOWMAN ist genau das, was es zu sein verspricht: Ein farbenfrohes, eingängiges Musical, das jeden noch so großen Tanzmuffel von den Plätzen reißen dürfte. Wenn man sich darauf einlässt. Und das sollte man tun. Unbedingt. 

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