Good Time

Kinostart: 02.11.2017

OT: Good Time (USA 2017)
Länge: 101 Minuten
Genre: Thriller
Regie: Ben Safdie, Joshua Safdie
Drehbuch: Ben Safdie, Joshua Safdie
Darsteller: Robert Pattinson, Jennifer Jason Leigh, Ben Safdie, Taliah Webster, Buddy Duress
Melly Schmitt, Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Bei einem missglückten Banküberfall wird Constantines jüngerer Bruder von der Polizei gefasst und ins Gefängnis gebracht. In einer Nacht voller Adrenalin beginnt für Constantine (Robert Pattinson) eine Odyssee durch New Yorks Unterwelt und ein spannungsgeladenes Spiel auf Zeit, bei dem Versuch, seinen Bruder gegen die Zahlung einer Kaution aus dem Gefängnis zu holen. 

Kritik

Und er kann es doch! In GOOD TIME zeigt Robert Pattinson mehr als deutlich, was schauspielerisch noch in ihm steckt. Aber reicht das für einen guten Film?

Nun ja, sagen wir es mal so: Um zu sehen, wozu Robert Pattinson nach seiner eindimensionalen Darstellung in den Twilight-Filmen noch in der Lage ist, lohnt sich die Sichtung von GOOD TIME in jedem Fall. Pattinson spielt hier, als würde es im wahrsten Sinne des Wortes um sein Leben gehen. Man erkennt in seiner Mimik die pure Verzweiflung, fast so als müsste er es der ganzen Welt beweisen. Das gelingt ihm auch äußerst deutlich. 

Es täuscht aber nicht darüber hinweg, dass die Handlung in GOOD TIME nicht gerade clever ist. Nein, vielmehr verfolgen wir „einfach nur“ einen jungen Mann, der immer weiter seinem eingeschlagenen Weg folgt, egal wieviel Steine ihm dabei in den Weg geworfen werden. Das suggeriert ja bereits der Titel des Films, der in etwa die Situation beschreibt, in der sich Pattinsons Figur befindet. Obwohl die Situation immer auswegsloser wird, verfolgt er beharrlich sein Ziel und hat – für seine Begriffe – eine gute Zeit. Dass er dabei zweifelsohne auf das totale Chaos und das unerbitterliche Ende zusteuert, ignoriert er vollends. 

Genau darin liegt für mich auch das „Problem“. So sehr ich die schauspielerischen Leistungen von Pattinson auch zu schätzen weiß, kann mich ein Film ohne jegliche Identitätsfiguren einfach nicht wirklich begeistern. Keiner, aber auch wirklich keiner Figur gönnt man, dass sie aus dieser Spirale lebend herauskommt. Und so wirkt der Film auf mich eben extrem distanziert. Ein Funke konnte dabei leider nicht wirklich überspringen. 

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Filmplakat

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