Genius – Die tausend Seiten einer Freundschaft

Kinostart: 11.08.2016

OT: Genius (Großbritannien / USA 2016)
Länge: 105 Minuten
Genre: Drama
Regie: Michael Grandage
Drehbuch: John Logan, nach der Perkins-Biografie von A. Scott Berg
Darsteller: Colin Firth, Jude Law, Nicole Kidman, Laura Linney, Guy Pearce, Dominic West
Katerina Klausdottir, Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Neue Worte, radikale Ideen – für Lektor Maxwell Perkins (Colin Firth) ist klar, was einen grandiosen Roman ausmacht: Im New York der 1920er Jahre nimmt er gegen alle Widerstände seines Verlagshauses „Scribner’s Sons“ noch unbekannte aber höchst talentierte Autoren wie Ernest Hemingway oder F. Scott Fitzgerald erstmals unter Vertrag. Als der junge Thomas Wolfe (Jude Law) mit einer losen, tausendseitigen Blättersammlung in Perkins‘ Büro auftaucht, sagt ihm sein Instinkt sofort: Hinter diesem Chaos verbirgt sich ein literarisches Genie! 

Perkins versucht, die überschäumenden Texte des exzentrischen Künstlers zu bändigen, Lektor und Autor kämpfen um jede Formulierung. Es entsteht eine Freundschaft, die sowohl Wolfes Geliebte Aline (Nicole Kidman), als auch Perkins‘ Ehefrau Louise (Laura Linney) eifersüchtig macht und ihre Geduld strapaziert. Dabei gerät Perkins selbst in den Bann von Wolfes faszinierendem Geist.

Als der Roman „Schau heimwärts, Engel“ dann tatsächlich ein durchschlagender Erfolg wird, verändert sich die Freude des Schriftstellers jedoch in eine böse Paranoia: Ist es wirklich sein Buch, das die Begeisterungsstürme der Kritiker auslöst? Oder hofiert die Presse statt dessen Perkins‘ „untrügliches Gespür“ für das Neue?

Kritik

GENIUS – DIE TAUSEND SEITEN EINER FREUNDSCHAFT ist ein Film, der allein schon durch seine Umsetzung überzeugt – und zudem noch eine wunderbare Geschichte erzählt.

Wenn man die wunderschön gelungenen Settings des Films sieht, dann erkennt man den immensen Aufwand, den die Filmemacher betrieben haben, um das Lebensgefühl dieser Zeit einzufangen. Alles passt perfekt zueinander und ergibt ein stimmiges und schlüssiges Bild der 1920er Jahre. Doch das ist bei Weitem nicht alles…

Nein, denn auch die Dialoge sind bis ins kleinste Detail geschliffen. Genau davon lebt der Film, schließlich geht es hier um die Welt der Schriftsteller und Lektoren. So ist GENIUS – DIE TAUSEND SEITEN EINER FREUNDSCHAFT der perfekte Film für alle Literaturbegeisterten oder alle, die es noch werden wollen. Und natürlich für diejenigen, die sich für 105 Minuten in die 1920er Jahre versetzen lassen möchten. Enttäuscht werden dürfte niemand von diesem cineastischen Kleinod.

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Filmplakat

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