Francofonia

Kinostart: 03.03.2016

OT: Francofonia – Le Louvre Sous L'Occupation (Frankreich / Deutschland / Niederlande 2015)
Länge: 84 Minuten
Genre: Doku-Drama
Regie: Alexander Sokurov
Drehbuch: Alexander Sokurov
Darsteller: Louis-Do de Lencquesaing, Benjamin Utzerarth, Vincent Nemeth, Johanna Korthalt Altes
Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Der Louvre zur Zeit der deutschen Besatzung: Direktor Jacques Jaujard (Louis-Do de Lencquesaing) bekommt es mit Franziskus Graf Wolff-Metternich (Benjamin Utzerath) zu tun, Leiter des sogenannten „Kunstschutzes“ der Wehrmacht – Kontrahenten, aus denen mehr und mehr Komplizen bei der Rettung der Schätze des Museums vor dem Zugriff der Nazi-Invasoren werden. 

Mit dem Gravitationszentrum dieser wundersamen Geschichte entfaltet Alexander Sokurov (FAUST, RUSSIAN ARK) in Bildern von suggestiver Schönheit, mit überraschenden Sequenzen zwischen historischer verortung und traumhafter Assoziation eine betörende, sich souverän in Raum und Zeit bewegende Meditation über Kunst und Macht, Geschichte und Schönheit. FRANCOFONIA lässt uns auf unnachahmliche Weise erleben, dass ein Museum unendlich viel mehr ist als ein Ort zur Aufbewahrung von Kunstexponaten. vor dem Hintergrund der Geschichte des Louvre und seiner Kunstwerke setzt Sokurov mit dem meisterhaften Einsatz unterschiedlichster filmischer und erzählerischer Mittel seine ein- zigartige, vielschichte, eigensinnige vision in Szene: Der Louvre wird zum lebendigen Beispiel dafür, was die Kunst – inmitten des zerstörerischsten Krieges, den die die Welt erlebt hat – uns über uns selbst erzählt.

Kritik

FRANCOFONIA ist gewiss kein Film für den gewöhnlichen Kinogänger, sondern eher für den der Kunst zugeneigten Menschen. So haben wir es hier keinesfalls mit einem „normalen“ Film zu tun, sondern vielmehr mit einer Art Meditation, die sich irgendwo zwischen Kunst, Macht und Geschichte befindet. So lässt sich FRANCOFONIA dann auch nur schwerlich in Worte fassen, man muss denn Film schlichtweg erleben. Allerdings muss man sich auch auf diese Art der Kunstform einlassen und das gelingt sicherlich nicht jedem.

Ich muss zugeben, dass auch ich meine Schwierigkeiten mit diesem Werk hatte und habe. FRANCOFONIA ist ein kunstvolles Gewebe, zu dem mir leider der vollkomene Zugang fehlt. Ein wenig musste ich bei dem Film an dieses seltsame Kunstmagazin „10vor11“ denken, dass immer als Drittsendelizenz von dctp bei RTL oder Sat.1 läuft und in der meist ein seltsam verkleideter, älterer Herr über seltsame Dinge schwadroniert. Das mag durchaus künstlerisch wertvoll sein, führt bei mir aber immer zu einem schnellen Weiterzappen mit der Fernbedienung.

Bei FRANCOFONIA ist das zwar nicht so extrem der Fall, aber doch schon recht ähnlich. Wer also zu so einem Thema einen gewissen Bezug aufbauen kann, dem sei dieser Film empfohlen, alle anderen machen vielleicht lieber einen Bogen.

Bildergalerie

Trailer

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Filmplakat

Neustarts am 03.03.2016

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