Fräulein Julie

Kinostart: 22.01.2015

OT: Miss Julie (Norwegen / Großbritannien / Irland / Frankreich 2014)
Länge: 130 Minuten
Genre: Drama
Regie: Liv Ullmann
Drehbuch: Liv Ullmann, nach dem Theaterstück von August Strindberg
Darsteller: Jessica Chastain, Colin Farrell, Samantha Morton, Nora McMenamy

Irland Ende des 19. Jahrhunderts. In einer lauen Mittsommernacht wird aus dem anfänglichen Flirt zwischen dem adeligen Fräulein Julie (Jessica Chastain) und dem weltgewandten Diener John (Colin Farrell) ein gefährliches Spiel aus Verführung und Zurückweisung. Die eigenwillige Julie ist von der Bildung und dem Charisma Johns fasziniert. Sie spielt mit ihm und nutzt ihre höhere Stellung aus, während John sich insgeheim eine Verbesserung seines gesellschaftlichen Status verspricht. Allerdings sind es gerade die strengen Klassenunterschiede als auch Johns misstrauische Verlobte Kathleen (Samantha Morton), die zwischen den beiden stehen. Dennoch können sie nicht voneinander lassen und steigern sich zusehends in eine verhängnisvolle Leidenschaft, bis ihr Liebesreigen schließ- lich eine dramatische Wendung nimmt. 

Kritik

FRÄULEIN JULIE lief im vergangenen Oktober auf dem Filmfest Hamburg und löste dort gemischte Gefühle aus. Einige Kollegen fanden durchaus Gefallen an dem Film, andere hingegen – und dazu muss ich leider auch mich zählen – konnten dem Streifen nichts abgewinnen. Zu behäbig ist die Inszenierung, die im Prinzip ständig auf der Stelle tritt. Wenn man ein Theaterstück verfilmt, dann sollte die Umsetzung auch irgendwie auf das neue Medium eingehen, denn sonst könnte man auch genauso gut ins Theater selbst gehen. Liv Ullmann, Schauspiellegende und einstige Muse von Ingmar Bergmann, hat Strindgers Theaterklassiker zwar nach Irland verlegt und mit Colin Farrell und Jessica Chastain wunderbar besetzt, aber das gleicht leider nicht die Behäbigkeit aus. So bleibt FRÄULEIN JULIE leider nur ein Film für hartgesottenen Fans des Kostümfilm-Genres. Schade.

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