Foxcatcher

Kinostart: 05.02.2015

OT: Foxcatcher (USA 2014)
Länge: 135 Minuten
Genre: Drama
Regie: Bennett Miller
Drehbuch: E. Max Frye, Dan Futterman
Darsteller: Steve Carell, Channing Tatum, Mark Ruffalo, Vanessa Redgrave, Sienna Miller, Anthony Michael Hall, Guy Boyd, Dave "Doc" Bennett
Katja Schmidt, Karin Kroppen gefällt dieser Artikel

Der Ringer und einstige Olympiasieger Mark Schultz (Channing Tatum) hat den Höhepunkt seiner Karriere bereits überschritten, als er ein Angebot bekommt, das er nicht ablehnen kann: der exzentrische Multimillionär John du Pont (Steve Carell) lädt ihn ein, auf sein luxuriöses Anwesen zu ziehen und dort gemeinsam mit dem US-Ringer-Team für die olympischen Spiele 1988 in Seoul zu trainieren. Marks älterer Bruder und Mentor Dave (Mark Ruffalo), ebenfalls Ringer und gemeinsam mit seinem Bruder Doppel-Olympiasieger vier Jahre zuvor, soll sich auch anschließen. Während Mark sich schnell von den Verlockungen des reichen Lebens einlullen lässt, zögert der reifere, überlegtere Dave. Du Pont, waffen-vernarrter Neurotiker und Patriot mit Hang zum Größenwahn, verwickelt Mark währenddessen in eine gefährliche Abhängigkeit – Lob und Luxus werden gepaart mit Trainingsqualen und Psychospielen. Als sich Dave eines Tages doch überreden lässt, Teil von „Team Foxcatcher“ zu werden und mit Frau und Kindern auf das Anwesen zu ziehen, entfalten divergierende Ansichten, unterschwellige Aggressionen und du Ponts wachsende Paranoia eine desaströse Dynamik. 

Kritik

FOXCATCHER sollte man nicht ohne Vorbereitung sehen, denn ohne die wahre Geschichte zu kennen, auf der dieser Film basiert, bleibt man seltsam distanziert. So ist es mir ergangen. Ich wollte diesen Film gut finden, schließlich waren die Vorschusslorbeeren u.a. aus Cannes immens. Doch irgendwie wurde ich mit dem Film nicht wirklich warm. Zu behäbig ist die Erzählung und die Entwicklung der Charaktere. Nicht zu wissen, dass der Film letztendlich auf einen Mord hinausläuft, führte in meinem Kopf ständig zu der Frage, was der Film eigentlich erzählen will.

Dabei ist eigentlich von vorn herein klar, dass mit der Figur des John du Pont irgendetwas nicht stimmt. Steve Carell legt hier auch eine eindrucksvolle Performance hin, die sich meilenweit von dem entfernt, was er bislang gespielt hat. Auch Channing Tatum entwickelt sich mehr und mehr zum Charakterdarsteller. Doch trotz alledem hat der Film bei mir nicht gezündet. Ich möchten an dieser Stelle auch bewusst NICHT den Begriff „schlecht“ benutzen, denn das ist FOXCATCHER ganz gewiss nicht. Er entspricht nur schlicht und ergreifend nicht meinem Ideal von einem Film. Aber andere werden ihn mögen, gar lieben. Dessen bin ich mir sicher.

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