Flatliners

Kinostart: 30.11.2017

OT: Flatliners (USA 2017)
Länge: 110 Minuten
Genre: Science-Fiction / Thriller
Regie: Niels Arden Oplev
Drehbuch: Ben Ripley
Darsteller: Ellen Page, Diego Luna, Nina Dobrev, James Norton, Kiersey Clemons, Kiefer Sutherland
Verleih: Sony Pictures Releasing GmbH

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Um diesem Mysterium auf den Grund zu gehen, starten fünf Medizinstudenten ein wagemutiges und überaus gefährliches Experiment. Indem sie ihren Herzschlag für kurze Zeit stoppen, lösen sie bei sich eine Nahtoderfahrung aus. Als die Kommilitonen sich mit ihren lebensbedrohlichen Trips ins Unbekannte gegenseitig überbieten möchten, sind die Fünf plötzlich gezwungen, sich ihrer eigenen dunklen Vergangenheit zu stellen. Denn an den Grenzen des Jenseits lauern erschreckende Abgründe… 

Kritik

Wenn man schon einen Klassiker wie FLATLINERS neu auflegt, dann sollte man zumindest den Anspruch haben, etwas zu verbessern. Wenn man jedoch völlig dilettantisch ein Drehbuch verfasst, das mit Logiklöchern nur so übersät ist, dann hätte man es besser lassen sollen.

Ja, die Neuverfilmung von FLATLINERS lässt einen als Zuschauer tatsächlich das eine oder andere Mal heftig mit dem Kopf schütteln. Dabei hätte der Film durchaus das Potential, groß zu sein. Die Besetzung – allen voran die wunderbare Ellen Page – ist absolut sehenswert, die Story wäre eigentlich recht ansprechend und die Special Effects sehen auch durchaus zufriedenstellend aus. Aber trotzdem haben es die Macher geschafft, das Ganze völlig zu vermurksen. Kein Wunder also, dass der Film der Presse erst zwei Tage vor Kinostart gezeigt wird, obwohl er im Rest der Welt bereits vor zwei Monaten gefloppt ist. 

Achtung! Spoilerwarnung! Bitte den nächsten Absatz überspringen, wenn Ihr Euch die „Spannung“ nicht nehmen lassen wollt.

Kleines Beispiel gefällig? Aber gerne doch. Als eine der Hauptfiguren versucht, mit ihrem Handy ihre Eindrücke zu filmen, lässt sie es panisch fallen, flüchtet, und stürzt auf die Straße. Trotzdem liegt Ihr Handy später im Leichenschauhaus und lässt sich sogar noch anrufen. 

Spoilerwarnung Ende.

Solche unlogischen Kleinigkeiten gibt es bei FLATLINERS leider zuhauf, das trübt das Seherlebnis leider ungemein. Noch nicht einmal den auf dem Plakat angedeuteten Effekt findet man im Film wieder. Auch die Tatsache, dass mit Kiefer Sutherland ein Mitglied der Ursprungsbesetzung dabei ist, wird überhaupt nicht ausgenutzt. Ein kleines „Was habt Ihr getan? Das bei uns damals schon schief gegangen“ hätte ja schon gereicht, um dem Film eine gewisse Metaebene zu verleihen. Aber selbst daran haben die Macher nicht gedacht. Vielleicht hätte man die lebenserhaltenden Systeme bei diesem Film schon viel früher abschalten sollen…

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Filmplakat

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