Fantastic Four

Kinostart: 13.08.2015

OT: Fantastic Four (USA 2015)
Länge: 101 Minuten
Genre: Science Fiction
Regie: Josh Trenk
Drehbuch: Simon Kinberg, Jeremy Slater, Hutch Parker
Darsteller:

Miles Teller, Michael B. Jordan, Kate Mara, Jamie Bell, Toby Kebbell, Reg E. Cathey, Tim Blake Nelson

Als vier junge Außenseiter in ein gefährliches Paralleluniversum teleportiert werden, hat die neue und ungewohnte Umgebung immense Auswirkungen auf die physische Konstitution des Teams. Ihr Leben wird unwiderruflich auf den Kopf gestellt und die vier müssen nicht nur lernen mit ihren neuen, angsteinflößenden Fähigkeiten umzugehen, sondern auch Seite an Seite zu kämpfen, um die Welt vor einem neuen Feind zu retten.

Kritik

Was ist denn hier bitte schief gelaufen? Eigentlich sollte FANTASTIC FOUR die bisherigen beiden Filme vergessen machen, doch was Regisseur Josh Trenk hier abliefert, ist schlichtweg dilettantisch, um es einmal gelinde auszudrücken.

Ganze 45 Minuten benötigt der Film, um seine Figuren einzuführen. Dabei wirkt jedoch alles so unglaublich beliebig, dass sich der Zuschauer bereits ungeduldig in seinem Sitz hin und her bewegt. Der kleine, schlaue Junge, der sich mit dem weniger intelligenten Kind befreundet – all das haben wir schon tausend Mal gesehen und davon mindestens 999 Mal besser. Doch was macht Regisseur Josh Trenk, nachdem seine Figuren endlich ihre Superkräfte erlangt haben? Er springt einfach mal ein Jahr in die Zukunft und zeigt unsere „Helden“, wie sie und ihre Fähigkeiten vom Militär ausgenutzt werden. Wenn man nur bedenkt, wie viel erzählerisches Potential gerade die ersten Momente, Tage oder Wochen nach dem plötzlichen Auftreten der Superkräfte bieten, ist dieser Schritt absolut unlogisch. Kaum zu glauben, dass hier derselbe Regisseur am Werk ist, der mit CHRONICLE bereits einen ähnlichen Film gedreht hat. Dort jedoch konzentriert er sich auf eben genau diese Momente nach der „Transformation“.

Irgendwann scheinen sich den Machern dann hektisch eingefallen zu sein, dass ihnen ja eigentlich noch ein Bösewicht fehlt. Also geht es schwups zurück in die fremde Dimension, in der sich das tot geglaubte Mitglied der ersten Expedition als quicklebendig erweist. Was folgt ist der übliche Showdown, der exakt, aber wirklich unfassbar exakt nach dem „Handbuch für den typischen Superhelden-Showdown“ abgehandelt wird.

FANTASTIC FOUR wirkt auf ganzer Strecke wie der krampfhafte Versuch, einen Genrefilm vollkommen berechnend zu drehen. Keinerlei Überraschung hat hier Einzug gefunden und so scheint es sich hier um einen vorschnellen Versuch zu handeln, die Rechte an den Figuren nicht an Marvel zurückgeben zu müssen. Was diese aus der Reihe gemacht hätten, kann man sich gut vorstellen, wenn man nur an die letzten Marvel-Verfilmungen denkt.

Dabei trifft die Darsteller im Übrigen keinerlei Schuld, denn die sind fast perfekt auf ihre Rollen besetzt. Nein, eine Schuld tragen lediglich der Regisseur und das Studio, die sich gerade gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben. Josh Trank behauptet u.a., man hätte ihm den sogenannten „Final Cut“ verwehrt und so würde das Publikum niemals „seine“ FANTASTIC FOUR zu Gesicht bekommen. Das Studio kontert hingegen, dass Trank während des gesamten Drehs überhaupt keinen Plan gehabt hätte und zeitweise sogar für niemanden erreichbar gewesen sein soll. Die Wahrheit liegt sicherlich irgendwo dazwischen, ändert aber nichts an dieser Katastrophe von einem Film.

Und am Ende, wenn die vier nach erfolgreich beendeter Mission zusammen stehen und über einen Namen sinnieren, sieht das aus, wie die gewollte Einleitung zu weiteren Filmen. Allerdings zu solchen, die mit Sicherheit niemand sehen möchte.

Bildergalerie

Invalid Displayed Gallery

Trailer

Comments Closed

Kommentare sind geschlossen.

Filmplakat

Neustarts am 13.08.2015

Codename U.N.C.L.E.

Anfang der 1960er-Jahre, auf dem Höhepunkt des kalten Krieges, sehen sich CIA-Agent Solo und KGB-Agent Kuryakin gezwungen, ihre jahrelangen Feindseligkeiten zu überwinden, um gemeinsam gegen ein geheimnisvolles internationales Verbrechersyndikat vorzugehen, das durch die massive Produktion von Atomwaffen das empfindliche Gleichgewicht der Supermächte zu destabilisieren droht. Die Agenten haben zunächst nur einen Anhaltspunkt: die Tochter eines Weiterlesen

Dating Queen

„Monogamie ist unrealistisch“ – mit diesem Mantra wurde die kleine Amy (Amy Schumer) von ihrem Vater großgezogen und als erwachsene Reporterin eines Männermagazins lebt sie danach auf der Dauerparty-Überholspur. Sex, Drugs und Rock’n‘Roll – ungebunden, frei und ohne die einengende Langeweile romantischen Beziehungslebens. Doch als sie für einen Magazin-Artikel auf den charmanten Sportarzt Aaron Conners Weiterlesen