Escobar – Paradise Lost

Kinostart: 09.07.2015

OT: Escobar – Paradise Lost (Frankreich 2015)
Länge: 120 Minuten
Genre: Drama / Thriller
Regie: Andrea Di Stefano
Drehbuch: Andrea Di Stefano
Darsteller:

Benicio del Toro, Josh Hutcherson, Claudia Traisac, Brady Corbet, Ana Girardot, Carlos Bardem, Laura Londoño

Karin Kroppen gefällt dieser Artikel

Der junge Surfer Nick Brady (Josh Hutcherson) will sich gemeinsam mit seinem Bruder Dylan (Brady Corbet) an der kolumbianischen Küste den Traum einer eigenen Surfschule erfüllen. Dort verliebt sich Nick in Maria (Claudia Traisac), die Nichte des berüchtigten kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar (Benicio del Toro). Das anfänglich unbeschwerte Liebesglück – wohlwollend geduldet vom mächtigen „Patrón“ – ist jedoch nicht von langer Dauer. Marias skrupelloser Onkel führt einen blutigen Kampf gegen die kolumbianische Regierung. Mehr und mehr lässt sich der unbedarfte Nick in die schmutzigen Machenschaften des Medellín-Kartells verstricken, bis Escobar schließlich seinen neugewonnenen „Sohn“ vor eine folgenschwere, tödliche Entscheidung stellt. 

Kritik

Der Titel ESCOBAR – PARADISE LOST deutet eigentlich auf die Geschichte des kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar hin. Dieser ist auch durchaus gemeint, doch erstaunlicherweise degradiert der Regisseur Andrea Di Stefano seine titelgebende Figur zu einem Nebencharakter. Di Stefano konzentriert sich in seinem Film verstärkt auf die Liebesgeschichte und die Leichtgläubigkeit seiner Protagonisten, so dass diejenigen enttäuscht sein dürften, die gerne mehr über Escobar erfahren hätten. Dabei hätte sein Leben durchaus den Stoff für einen noch interessanteren Film hergegeben. So bleibt dann doch nur ein klassischer Thriller zurück, in dem ein junger, naiver Mann zwischen die Fronten eines Drogenkrieges gerät. Das ist natürlich auch spannend, entspricht aber eben nicht dem Erwarteten. Dabei sind schauspielerischen Leistungen gerade von Benicio del Toro wirklich hervorragen. Die wenigen Szenen, in denen er zu sehen ist, dominiert er voll und ganz. Josh Hutcherson hingen bleibt recht eindimensional und darf erst gegen Ende ein wenig Charakterstärke zeigen. Das ist aber mehr dem Drehbuch, als seinen Fähigkeiten geschuldet. In der Summe ist ESCOBAR – PARADISE LOST ein solider Thriller, der nur leider die Möglichkeiten seiner titelgebenden Figur außer Acht lässt.

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Filmplakat

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