Dunkirk

Kinostart: 27.07.2017

OT: Dunkirk (USA / Frankreich / Großbritannien 2017)
Länge: 107 Minuten
Genre: Drama / Kriegsfilm
Regie: Christopher Nolan
Drehbuch: Christopher Nolan
Darsteller: Fionn Whitehead, Tom Glynn-Carney, Jack Lowden, Harry Styles, Aneurin Barnard, James D’Arcy, Barry Keoghan, Kenneth Branagh, Cillian Murphy, Mark Rylance, Tom Hardy
Verleih: Warner Bros. Entertainment GmbH

Hunderttausende britische und alliierte Truppen sind vom Feind eingeschlossen. Am Strand von Dünkirchen haben sie sich bis ans Meer zurückgezogen – und befinden sich in einer ausweglosen Situation. Spitfires der Royal Air Force attackieren den Feind im Himmel über dem Ärmelkanal, um die wehrlosen Männer am Strand zu schützen. Gleichzeitig starten Hunderte von Soldaten und Zivilisten mit kleinen Booten eine verzweifelte Rettungsaktion und riskieren bei diesem Wettlauf gegen die Zeit ihr Leben, um zumindest einen Teil der britischen Armee zu retten. 

Kritik

Dass Christopher Nolan ein Meister seines Fachs ist, wissen wir spätestens seit seiner THE DARK KNIGHT-Trilogie. Mit DUNKIRK wagt er sich nun auf das Terrain des Kriegsfilms vor und führt uns eindrucksvoll die Ohnmacht des Einzelnen in einem Krieg vor Augen. 

Das DUNKIRK allein handwerklich gesehen ein Meisterwerk, wird schon beim Trailer klar. Gedreht in echtem 70mm und mit IMAX-Kameras, versetzt uns allein das gestochen scharfe Bild ins Staunen. Aber auch der Soundtrack, der Schnitt, die Kameraführung – egal welchen technischen Aspekt wir uns betrachten – sind pure Perfektion. Nichts, aber auch wirklich nichts gibt es in diesem Bereich auszusetzen. 

Nolan macht aber eines grundlegend anders, als all seine Kollegen zuvor. Er stellt nicht einen einzigen Helden in den Mittelpunkt, der über sich hinauswächst und alle rettet. Man denke nur an Mel Gibsons HACKSAW RIDGE. Nein, Nolan macht diverse Schauplätze auf, ob zu Wasser, zu Lande oder in der Luft und gibt keinem seiner Darsteller die Gelegenheit, den großen Helden zu spielen. Im Gegenteil, mitunter verpasst man vielleicht auch das Auftreten eines bekannten Darstellers, weil er nur kurz zu sehen oder aufgrund der Uniform nicht zu erkennen ist. Das ist ein äußerst cleverer Schachzug, denn in einem Krieg bedeutet der einzelne Soldat nun mal überhaupt nichts. Es kommt lediglich auf die Stärke der gesamten Truppe an. Natürlich unterbindet das tiefgehende Charakterzeichnungen, aber genau darum geht es Nolan ja auch überhaupt nicht. Gerade durch diesen gewissen Grad der Anonymität gelingt es ihm, den Schrecken des Krieges greifbar zu machen. Die Hilflosigkeit des Einzelnen, aber die wunderbare Macht der Vielen. 

DUNKIRK ist eindrucksvolles Kino, das man, sofern möglich, unbedingt in 70mm sehen sollte. In Hamburg ist das im Savoy möglich, in Berlin im Zoo Palast, in Essen in der Lichtburg, in Karlsruhe in der Schauburg und in Hannover im Astor Grand Cinema. 

Bildergalerie

Trailer

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Filmplakat

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