Dritte Person

Kinostart: 04.12.2014

OT: Third Person (Großbritannien / USA / Deutschland / Belgien 2014)
Länge: 137 Minuten
Genre: Drama
Regie: Paul Haggis
Drehbuch: Paul Haggis
Darsteller: Liam Neeson, Mila Kunis, Adrien Brody, James Franco, Olivia Wilde, Maria Bello, Kim Basinger, Moran Atias
Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Um sein neuestes Buch fertigzustellen, hat sich der Pulitzer-Preis-gekrönte Schriftsteller Michael (Liam Neeson) in einer Suite eines Pariser Hotels eingenistet. Nach der kürzlichen Trennung von seiner Frau Elaine (Kim Basinger) hat er nun eine leidenschaftliche Affäre mit Anna (Olivia Wilde), einer ambitionierten Jungjournalistin, die selbst auch Romane schreiben und veröffentlichen möchte. 

Zur gleichen Zeit hält sich der zwielichtige amerikanische Geschäftsmann Scott (Adrien Brody) in Italien auf – mit der Absicht, die Designs einiger Modehäuser zu stehlen. Weil Scott italienisches Essen hasst, begibt er sich auf der Suche nach kulinarisch Vertrautem in das „Café Americano“ und trifft dort auf Monika (Moran Atias), eine wunderschöne Roma, welche sich auf ein baldiges Wiedersehen mit ihrer kleinen Tochter freut. Als ihr das Geld gestohlen wird, das sie gespart hatte, um den Entführer ihrer Tochter zu bezahlen, sieht Scott sich veranlasst, Monika zu helfen. Gemeinsam machen sie sich auf in eine gefährliche Stadt im Süden Italiens – und langsam beginnt Scott zu ahnen, dass er zum Opfer einer ausgeklügelten Betrügerei geworden sein könnte.

Zwischen der ehemaligen Soap-Darstellerin Julia (Mila Kunis) und ihrem Ex-Ehemann Rick (James Franco), einem New Yorker Künstler, tobt unterdessen ein Sorgerechtsstreit um ihren sechsjährigen Sohn. Völlig auf sich allein gestellt und die enormen Prozesskosten im Nacken, bleibt Julia nichts anderes übrig, als eine Anstellung als Dienstmädchen in genau jenem Luxushotel anzunehmen, das sie zuvor oft und gern als Gast betreten hatte. Dank ihrer Anwältin Theresa (Maria Bello) bietet sich Julia noch eine letzte Chance, das Gericht von ihrem Standpunkt zu überzeugen und ihr geliebtes Kind zurückzugewinnen. Ricks aktuelle Freundin Sam (Loan Chabanol) verfolgt den Streit derweil als mitfühlende Beobachterin.

Kritik

Vor einigen Jahren wurde Paul Haggis‘ Film L.A. CRASH mit einem Oscar als bester Film ausgezeichnet. Durchaus zu Recht, denn die darin erzählten Episoden zum Thema Rassismus waren nahezu perfekt ineinander verwoben und der Film lebte von seiner hochkarätigen Besetzung. Das Gleiche versucht der Regisseur jetzt noch einmal mit DRITTE PERSON, konzentriert sich hier jedoch auf drei Geschichten, die auf den ersten Blick recht wenig miteinander zu tun haben. In allen diesen Geschichten geht es dabei um eine (für den Zuschauer nicht sichtbare) dritte Person, die die Geschichte der jeweiligen Protagonisten beeinflusst. Auch bei DRITTE PERSON ist Paul Haggis eine eindrucksvolle Besetzungsliste gelungen, die den Film per se schon einmal in höhere Sphären befördert.

Die letztendliche Auflösung dürfte hingegen sicherlich nicht Jedermanns Sache sein. Die Meinungen nach der von mir besuchten Pressevorführung reichten von „an den Haaren herbeigezogen“  bis hin zu „sensationell“. Meine Meinung liegt sicherlich irgendwo dazwischen. In jedem Fall aber bietet der Film im Anschluss Gesprächsstoff für Interpretationsdiskussionen und wenn einem Film so etwas gelingt, kann er eigentlich so schlecht nicht gewesen sein.

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Filmplakat

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