Die Summe meiner einzelnen Teile

Kinostart: 02.02.2012

OT: Die Summe meiner einzelnen Teile (Deutschland 2011)
Länge: 118 Minuten
Genre: Drama
Regie: Hans Weingartner
Drehbuch: Hans Weingartner, Cüneyt Kaya
Darsteller: Peter Schneider, Henrike von Kuick, Timur Massold, Andrea Leupold, Julia Jentsch, Eleonore Weisgerber, Robert Schupp, Hans Brückner, Marco Noack

Martins einzige Sicherheit sind die Zahlen. Vor nicht allzu langer Zeit war er ein genialer Mathematiker auf Karrierekurs in einem großen Unternehmen, verdiente gut, hatte eine Freundin. Ein geordnetes Leben. Er arbeitete bis zur Erschöpfung – bis er zusammenbrach und die Welt in tausend Einzelteile zerfiel.  Nach der Entlassung aus der Psychiatrie verliert Martin seine Stelle, holt seine Sachen von der Exfreundin ab und isoliert sich. Er fühlt sich verfolgt und es fällt ihm immer schwerer, die Wirklichkeit mit seinen Zahlen zu bändigen. Jenseits der Zahlenkolonnen, am Rande der Stadt trifft er auf einen geheimnisvollen Jungen, der nur russisch spricht. Gemeinsam flüchten sie in den Wald. Fern von den Zwängen des Alltags beginnen sie ein neues Leben, bauen eine Hütte, werden Freunde. Sie streifen durch den Wald, über Wiesen und an Seeufer, erleben die in Millionen Farben glitzernde Wildnis. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis man Martin auch dort finden wird…

Kritik

Das Thema Burn-Out ist in den letzten Jahren verstärkt an die Öffentlichkeit geraten. Doch was passiert wirklich mit einem Menschen, der in seine Einzelteile zerfällt und dem es partout nicht mehr gelingt, diese wieder zu einem Ganzen zusammenzufügen? Regisseur Hans Weingartner (DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI, FREE RAINER – DEIN FERNSEHER LÜGT) zeichnet mit seinem neuen Film einen Gegenentwurf zum Wohlfühlkino. Sein Protagonist reibt sich an seiner Umwelt, bäumt sich gegen sie auf und geht letztendlich daran zugrunde. Diesem Prozess zuzusehen, ist durchaus schmerzvoll, aber auch erleuchtend zugleich.

Bildergalerie

Trailer

httpvh://youtu.be/SYukAvn5jGU

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