Die Mitte der Welt

Kinostart: 10.11.2016

OT: Die Mitte der Welt (Deutschland 2016)
Länge: 115 Minuten
Genre: Drama
Regie: Jakob M. Erwa
Drehbuch: Jakob M. Erwa
Darsteller: Louis Hofmann, Sabine Timoteo, Jannik Schümann, Ada Philine Stappenbeck, Inka Friedrich, Nina Proll, Svenja Jung, Sascha Alexander Geršak
Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Der siebzehnjährige Phil (Louis Hofmann) ist auf der Suche. So wenig er über seine Vergangenheit und vor allem seinen Vater weiß, so chaotisch ist seine Gegenwart: Mit seiner Mutter Glass (Sabine Timoteo), die mal wieder einen neuen Liebhaber (Sascha Alexander Geršak) hat, der allerdings nicht so schnell aufzugeben scheint wie seine Vorgänger. Mit seiner Zwillingsschwester Dianne (Ada Philine Stappenbeck), die sich immer mehr in ihre eigene Welt zurückzieht, die sie mit niemandem teilt. Zwischen beiden herrscht eine rätselhafte Eiszeit, die auch Tereza (Inka Friedrich) und Pascal (Nina Proll), die auch zu Phils Patchworkfamilie gehören, nicht erklären können. 

Gut, dass wenigstens auf seine beste Freundin Kat (Svenja Jung) Verlass ist, mit der er gechillt abhängen und rumalbern kann.
Und dann passiert es: Ein neuer Schüler betritt nach den Sommerferien die Klasse und Phil verliebt sich in der Sekunde unsterblich. Nicholas (Jannik Schümann) scheint seine Gefühle zwar zu erwidern, doch er gibt Phil auch viele Rätsel auf. Das Chaos ist perfekt. Die erste große Liebe, aber auch Neid, Eifersucht und Geheimniskrämerei, die nicht zuletzt die Freundschaft mit Kat auf eine harte Probe stellt. Phils Suche nach seiner Mitte der Welt wird immer drängender.

Kritik

Andreas Steinhöfel hat nicht nur die Vorlagen für die Rico-Oskar-Reihe geliefert, sondern mit DIE MITTE DER WELT auch eine wunderbare Coming-of-Age-Geschichte, die jetzt verfilmt wurde.

Die Hauptrolle in DIE MITTE DER WELT spielt Louis Hofmann, der zuletzt im Nachkriegsdrama UNTER DEM SAND zu sehen war. Hier spielt er einen Siebzehnjährigen aus einer recht bunten Familie, der nach einiger Zeit wieder nach Hause kommt und nun versucht, die Mitte seiner eigenen Welt zu finden. Der Regisseur Jakob M. Erwa findet dafür starke und eindrucksvolle Bilder und unterlegt diese mit einem perfekt passenden Soundtrack.

Vielleicht baut der Film einige Konfliktpunkte zu viel auf und dramatisiert andere, die sich dann am Ende als gar nicht schlimm entpuppen. Das mindert ein wenig den Filmgenuss, doch in der Summe liefert DIE MITTE DER WELT dann doch vollends ab, so dass man dem Film und seinem Regisseur diese kleinen Schwächen verzeiht.

DIE MITTE DER WELT ist ein wunderbarer Coming-of-Age-Film, der mit starken Bildern und tollen Darstellern zu überzeugen weiss.

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Filmplakat

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