Die Liebe seines Lebens

Kinostart: 25.06.2015

OT: The Railway Man (Australien / Großbritannien 2013)
Länge: 108 Minuten
Genre: Drama
Regie: Jonathan Teplitzky
Drehbuch: Andy Paterson, Frank Cottrell Boyce
Darsteller:

Colin Firth, Nicole Kidman, Jeremy Irvine, Stellan Skarsgård, Hiroyuki Sanada, Sam Reid, Tanroh Ishida

Eric Lomax (Colin Firth) ist kein Mann der vielen Worte. Züge und Bahnstrecken interessieren ihn mehr als Menschen, und auch das Lachen gehört nicht zu seinen Stärken. Das ändert sich, als er die ebenso schöne wie warmherzige Krankenschwester Patti (Nicole Kidman) kennen lernt. Die beiden verlieben sich, und zum ersten Mal seit vielen Jahren hält das Glück Einzug in Erics Leben. Zwar spürt Patti, dass ihm etwas auf der Seele lastet, aber sie wagt nicht, Eric damit zu konfrontieren. 

Doch auch nach der Hochzeit kann Eric sich nicht öffnen. Er wird von Alpträumen geplagt und verschließt sich ausgerechnet vor der Liebe seines Lebens. Erst Erics alter Freund Finlay (Stellan Skarsgård) erzählt Patti, was ihren Mann quält: Es sind die düsteren Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg, als die beiden britischen Soldaten in japanische Gefangenschaft gerieten und als Zwangsarbeiter unter unmenschlichen Bedingungen beim Bau der Eisenbahn von Birma nach Thailand mitwirken mussten.

Patti nimmt sich vor, Eric ein für allemal zu erlösen. Doch als Eric erfährt, dass sein einstiger Peiniger Nagase (Hiroyuki Sanada) noch am Leben ist, bricht er voller Hass und Rachegefühle auf. Patti muss sich fragen, ob ihre Liebe wirklich stark genug ist…

Kritik

Die meisten der Überlebenden der so genannten Todeseisenbahn zwischen Thailand und Burma schwiegen ihr Leben lang darüber, was sich dort während des Krieges tatsächlich zugetragen hatte. Zumindest tagsüber. Nachts allerdings wurden sie heimgesucht von quälender Wut und ebensolchen Albträumen. DIE LIEBE SEINES LEBENS erzählt von Eric Lomax, der Jahrzehnte später sein Schweigen brach und auf dessen Memoiren der Film basiert.

Colin Firth spielt diesen Eric Lomax äußerst nuanciert und sorgt so dafür, dass der Film beim Zuschauer mitten ins Herz trifft. Gerade wenn man denkt, dass sich die Geschichte zu einer „Schnulze“ entwickelt, tritt Firth auf die Bremse und lenkt die Story in ernstere Gefilde. Er zeigt, dass zur Stärke auch Verletzbarkeit gehört und dass einen die Liebe auch aus dem dunkelsten Loch erlösen kann.

Dem Regisseur Jonathan Teplitzky und den Drehbuchautoren Andy Paterson und Frank Cottrell Boyce ist es mit DIE LIEBE SEINES LEBENS gelungen, eine gesunde Balance zwischen der Düsterheit in Erics Herzen und dem Licht, dass letztendlich sein Leben durchflutet, zu finden.

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Filmplakat

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