Die Lebenden reparieren

Kinostart: 07.12.2017

OT: Réparer les vivants (Frankreich / Belgien 2017)
Länge: 104 Minuten
Genre: Drama
Regie: Katell Quillévéré
Drehbuch: Katell Quillévéré, Gilles Taurand
Darsteller: Tahar Rahim, Emmanuelle Seigner, Anne Dorval, Bouli Lanners, Kool Shen, Monia Chokri, Alice Taglioni, Karim Leklou, Alice de Lencquesaint, Finnegan Oldfield, Théo Cholbi, Gabin Verdet, Galatéa Bellugi, Dominique Blanc
Verleih: Wild Bunch Germany GmbH
Mathias Wagner, Claudia-Janet Kaller gefällt dieser Artikel

Als Simon (Gabin Verdet) am frühen Morgen mit zwei Freunden zum Surfen aufbricht, kann niemand etwas von der drohenden Tragödie ahnen: Ein schwerer Autounfall verändert auf einen Schlag das Leben des Teenagers. Auch seine Eltern in der Hafenstadt Le Havre müssen plötzlich Entscheidungen treffen, deren weitreichende Konsequenzen sie an ihre Grenzen führen. 

Unterdessen erfährt die zweifache Mutter Claire (Anne Dorval) in Paris, dass ihr schwaches Herz zu versagen droht, wenn nicht umgehend etwas unternommen wird. Den Ärzten und dem medizinischen Fachpersonal in beiden Städten läuft die Zeit davon. Und so wird sich in den nächsten Stunden zeigen, auf welche Weise diese Menschen untrennbar miteinander verbunden sind und wie drei scheinbar zusammenhanglose Stränge einer Geschichte in einen gemeinsamen Kampf münden: den leidenschaftlichen Kampf ums Leben…

Kritik

Wie eng Leben und Tod beieinander wohnen, zeigt uns der eindrückliche Film DIE LEBENDEN REPARIEREN aus Frankreich. 

Der neue Film der Regisseurin Katell Quillévéré widmet sich 24 Stunden im Leben zweier Familien und beleuchtet beide Seiten einer Organspende. Während die einen mit dem Verlust eines geliebten Menschen umgehen müssen, wird genau dadurch ein anderes gerettet.

DIE LEBENDEN REPARIEREN basiert auf dem gleichnamigen Roman von Maylis de Kérangal, der 2015 in Frankreich ein Bestseller war. Ebenso wie der Roman bildet auch der Film die Geschichte – oder vielmehr die beiden Geschichten – äußerst realitätsnah und tiefgründig ab. Auch wenn der Titel auf den ersten Blick etwas sperrig wirkt, nach den 103 Minuten wird dem Zuschauer deutlich, warum er absolut passend ist. 

Allerdings gibt es dann doch einen Kritikpunkt. Quillévéré erzählt die beiden Handlungsstränge nacheinander, dadurch wirkt der Film zeitweise etwas „langweilig“. Hier hätte eine Verwebung sicherlich die Qualität des Filmes noch deutlich erhöht. Aber trotzdem bleibt DIE LEBENDEN REPARIEREN ein sehenswerter Film.

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Filmplakat

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