Die Frau in Gold

Kinostart: 04.06.2015

OT: Woman in Gold (USA 2015)
Länge: 110 Minuten
Genre: Drama
Regie: Simon Curtis
Drehbuch: Alexi Kaye Campbell, basierend auf den Lebensgeschichten von E. Randol Schoenberg und Maria Altman
Darsteller:

Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl, Max Irons, Elizabeth McGovern, Katie Holmes, Antje Traue, Justus von Dohnányi, Tom Schilling, Moritz Bleibtreu

Erinnerungen sind unbezahlbar. Niemand weiß das besser als Maria Altmann (Helen Mirren), eine ältere Dame, die in Los Angeles ein beschauliches Leben führt. Nur wenige kennen ihre Vergangenheit und wissen, dass sie einst unter dramatischen Umständen aus dem Wien des Dritten Reichs fliehen musste. Jahrzehnte später erfährt sie, dass sie die rechtmäßige Erbin mehrerer Gemälde Gustav Klimts – eines der bedeutendsten Maler Österreichs – ist, da sich diese einst im Besitz ihrer Familie befanden und von den Nazis geraubt wurden. 

Das berühmteste dieser Kunstwerke ist das Porträt ihrer Tante Adele Bloch-Bauer, weltbekannt als „Die Frau in Gold“. Doch der Staat Österreich, in dessen Besitz sich die Bilder befinden, zeigt sich auf Marias Anfrage hin wenig kooperativ, ihre Rechte ohne Weiteres anzuerkennen. Und auch Maria selbst zögert, denn sie glaubt nicht mehr daran, dass die Kunstwerke jemals zu ihrem rechtmäßigen Eigentümer – ihrer Familie – zurückkehren werden.

Doch dann beschließt sie, sich den Schatten der Vergangenheit zu stellen, das Unmögliche zu versuchen und ihr Erbe zurückfordern. Gemeinsam mit dem unerfahrenen, aber engagierten Anwalt Randy Schoenberg (Ryan Reynolds) nimmt sie ihren Kampf um Gerechtigkeit auf. Es beginnt eine Odyssee, die sie bis zum Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten führt. Eine Reise, die ihr Leben für immer verändern wird…

Kritik

Mit DIE FRAU IN GOLD hat der britische Regisseur Simon Curtis (My Week With Marilyn) den vermutlich bekanntesten Fall von NS-Raubkunst in einen Hollywood-Film verwandelt. Dabei setzt er in erster Linie auf seine beiden Hauptdarsteller: Helen Mirren überzeugt mit deutlichem deutschen Akzent als Frau, die sich im Alter noch einmal ihren Dämonen der Vergangenheit stellt, sowie Ryan Reynolds, der seine Rolle als unbeholfener, aber engagierter Anwalt glaubwürdig verkörpert.

Hollywood-typisch sind die Figurenzeichnungen klar in Gut und Böse aufgeteilt, doch das ändert grundsätzlich nichts an der ursprünglichen Geschichte. Es macht den Film vielmehr zugänglich für diejenigen (in den USA), die sich bislang mit diesem Thema der Geschichte wenig bis gar nicht auseinander gesetzt haben.

Die Österreicher kommen in dieser Verfilmung gewohnt schlecht weg, wobei die negative Darstellung der damaligen österreichischen Kultusministerin Elisabeth Gehrer offenbar weitaus mehr den Tatsachen entspricht, als man glauben mag.

Zusammengefasst ist DIE FAU IN GOLD ein sehenswerter Film mit einem eindrucksvollen Ensemble, den es zu entdecken gilt.

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Filmplakat

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