Die beste aller Welten

Kinostart: 28.09.2017

OT: Die beste aller Welten (Österreich / Deutschland 2017)
Länge: 99 Minuten
Genre: Drama
Regie: Adrian Goiginger
Drehbuch: Adrian Goiginger
Darsteller: Verena Altenberger, Jeremy Miliker, Lukas Miko, Michael Pink
Verleih: Filmperlen Filmverleih

Adrian erlebt eine Kindheit im außergewöhnlichen Milieu einer Drogenszene am Rand einer österreichischen Stadt, und mit einer Mutter zwischen Fürsorglichkeit und Drogenrausch. Wenn er groß ist, möchte er Abenteurer werden. Trotz allem ist es für ihn eine behütete Kindheit, die beste aller Welten, bis sich die Außenwelt nicht mehr länger aussperren lässt. Helga weiß, sie muss clean werden, um ihren Sohn nicht für immer zu verlieren. Doch dazu muss sie ihre eigenen Dämonen besiegen… 

Kritik

Ein Junge, der mit seiner drogensüchtigen Mutter aufwächst – das ist ziemlich harte Kost. Aber gerade weil Adrian Goiginger in DIE BESTE ALLER WELTEN seine eigene Geschichte erzählt, ist der Film so extrem sehenswert.

Immer wieder fragt man sich als Zuschauer, warum denn niemand von Behördenseite mitbekommt, unter welchen Umständen der Junge aufwächst. Manches Mal möchte man aus dem Kinosessel aufspringen und den Jungen förmlich aus seiner Umgebung reißen, so sehr nimmt einen die Handlung auf der Leinwand mit. 

Ohne Hintergrundwissen dürfte man sich zudem durchaus die Frage stellen, warum man diese Geschichte überhaupt zeigt, schließlich gibt es kaum eine Figur, für die man auch nur im Ansatz Sympathie empfindet. Natürlich versucht die Mutter, ihrem Jungen das beste Leben zu ermöglichen, doch das ist ihr aufgrund ihrer Sucht eben nur bedingt möglich. Warum also dann dieser Film? Nun, diese Frage beantwortet sich relativ schnell, denn genau dieser Junge ist es, der mit diesem Film auf seine Kindheit zurückblickt. Ein Kind muss keinen Reichtum haben, keine Spielsachen, kein gesundes Essen, sondern nur eines: Liebe, so Goiginger über seinen Film. Ihm war es wichtig, den Junkies, Dealern, Kleinkriminellen und Arbeitslosen am Rand der Stand eine Stimme zu geben und sie nicht als abstoßend, sondern als normale Menschen zu zeigen, die ihre Trauer und Depression durch Drogen betäuben. 

Und wenn man darüber einmal etwas genauer nachdenkt, dann muss man der Mutter durchaus Respekt zollen, wie sie es trotz ihrer Sucht immer wieder geschafft hat, ihrem Sohn eine abenteuerliche und liebevolle Kindheit zu ermöglichen. Man muss „solche Menschen“ nicht mögen oder gar lieben, aber man kann und sollte ihnen Respekt zollen. Genau das gelingt Adrian Goiginger mit seinem Film DIE BESTE ALLER WELTEN. 

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