Die Augen des Engels

Kinostart: 21.05.2015

OT: The Face of an Angel (Großbritannien / Italien / Spanien 2014)
Länge: 103 Minuten
Genre: Drama
Regie: Michael Winterbottom
Drehbuch: Paul Viragh
Darsteller:

Daniel Brühl, Kate Beckinsale, Valerio Mastandrea, Cara Delevingne, Ava Acres, Genevieve Gaunt, Sai Bennett. Ranieri Meniconi, Andrea Tidona, Peter Sullivan

Der grausame Mord an einer britischen Studentin im italienischen Siena hält die Öffentlichkeit in Atem – täglich richten sich die Augen der Welt auf den kontroversen Prozess gegen die attraktive Amerikanerin Jessica Fuller, die ihre Wohngenossin mit Hilfe ihres Freundes umgebracht haben soll. Der junge Regisseur Thomas Lang (Daniel Brühl) ist überzeugt, seinen nächsten Filmstoff gefunden zu haben. Vor Ort trifft er sich mit der Journalistin Simone Ford (Kate Beckinsale), die den Prozess mitverfolgt und ein Buch über das Verbrechen geschrieben hat. Doch je mehr sich Thomas in den Fall vertieft, desto mehr verliert er sich darin. Er hinterfragt seine eigenen Motive und verliert das Vertrauen in sich und sein Können – bis ihm auf den Straßen die Studentin Melanie (Cara Delevingne) begegnet… 

Kritik

Wir alle erinnern uns an den Mordprozess der Amanda Knox, die in Italien gemeinsam mit ihrem Freund eine Mitstudentin ermordet haben soll. Auf diesen Fall basiert Regisseur Michael Winterbottom sein neuestes Werk DIE AUGEN DES ENGELS. Doch genau wie seine von Daniel Brühl gespielte Figur an seiner Aufgabe scheitert, macht es ihm Winterbottom mit dem gesamten Film nach. DIE AUGEN DES ENGELS versagt tatsächlich auf ganzer Strecke, denn Winterbottom führt seine Zuschauer so sehr in die Irre, dass man sich fragt, worauf dieser Film eigentlich hinaus will. Da ist zum einen die Rahmengeschichte des Mordfalles (bei dem alle Namen geändert wurden), dann das Techtelmechtel Brühls mit Kate Beckinsale, die eine Journalistin spielt und dann noch die Bekanntschaft der Studentin Melanie. Hinzu kommt noch Brühls Skype-Kontakt zu seiner Tochter, die das Chaos vervollständigt.

Hätte Winterbottom hier und dort ein wenig ausgespart oder auf Handlungsstränge verzichtet, wäre der Film vielleicht erträglich geworden, aber so bleibt der Zuschauer am Ende frustriert zurück. Einzig Cara Delevingne entschädigt durch ihr unbeschwertes Spiel ein wenig für die Sichtungsstrapazen. Aber das reicht leider nicht für einen guten Film.

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Filmplakat

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