Der Lieferheld – Unverhofft kommt oft

Kinostart: 05.12.2013

OT: Delivery Man (USA 2013)
Länge: 105 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Ken Scott
Drehbuch: Ken Scott, basierend auf dem Originaldrehbuch STARBUCK von Ken Scott und Martin Petit
Darsteller: ince Vaughn, Chris Pratt, Cobie Smulders, Andrzej Blumenfeld, Simon Delaney, Bobby Moynihan, Dave Patten, Adam Chanler-Berat, Britt Robertson, Jack Reynor, Amos VanderPoel, Derrick Arthur, Michael Oberholtzer, Stephen Ellis, Matthew Daddario

David Wozniak (Vince Vaughn) führt ein einfaches Leben. Als Lieferant der Metzgerei seiner Familie scheint ihm die ewige Mittelmäßigkeit seines Daseins völlig zufrieden zu stellen. David hat ein gutes Herz und ist beliebt bei allen, die ihn kennen: Er ist kindisch, unfokussiert, ernsthaft verschuldet und braucht dringend einen Plan, wo es in seinem Leben eigentlich hingehen soll. Doch als er herausfindet, dass er der biologische Vater von 533 Kindern ist, und dass 142 davon eine Klage anstreben, um seine Identität zu erfahren, ändert sich alles. David ist entschlossen, dass er ausnahmsweise das Richtige tun und Verantwortung für sein Handeln übernehmen will. 

Neugierig, mehr über seine neu entdeckte Nachkommenschaft zu erfahren, folgt er deren Spuren und beginnt, nach ihnen zu suchen. Plötzlich ist er auch emotional in das Leben dieser Kinder verstrickt. Zum ersten Mal versteht er, wie gut es sich anfühlen kann, die Interessen anderer vor die eigenen zu stellen. David möchte, dass sie alle im Leben etwas erreichen: Wie ein anonymer Schutzengel bietet er ihnen seinen Rat, wenn er angemessen ist, Ermutigung, wenn sie benötigt wird, oder eine Schulter zum Ausweinen, wenn danach gesucht wird. Und er fängt an, all dies als genau die wertvollen Kleinigkeiten zu begreifen, die seinem Leben bislang gefehlt haben. Zur selben Zeit gesteht ihm seine Freundin Emma (Cobie Smulders), dass sie schwanger ist. Da sie David kennt, sind ihre Erwartungen an ihn minimal. Doch seine Probleme und Sorgen der letzten Zeit haben ihm geholfen, auf eine Weise über sich hinauszuwachsen, die er nie für möglich gehalten hätte. Schließlich wird ihm klar, dass er eine Bestimmung im Leben hat, und dieses Mal wird er niemanden im Stich lassen – schon gar nicht seine Kinder.

Kritik

STARBUCK hieß der kleine, aber feine Film, der im vergangenen Jahr aus dem französisch-sprechenden Teil Kanadas zu uns über den großen Teich schwappte. Wunderbar liebenswert und charmant erzählte uns der Film damals die Geschichte, die uns jetzt in DER LIEFERHELD erneut erzählt wird. Denn die Amerikaner mögen es nun mal nicht, Filme in einer untertitelten oder synchronisierten Fassung zu sehen. Da filmt man halt einfach schnell ein Remake – das eben jetzt auch zu uns gelangt.

DER LIEFERHELD ist dabei eigentlich kein schlechter Film, aber wenn man das Original kennt, dann weiß man, wie viel liebenswerter man diese Geschichte erzählen kann. Dem Remake mit Vince Vaugn fehlt halt einfach das Herz. Zu lieblos scheint der Film zusammen geschustert. Das ist schade, zeigt aber auch wieder allzu deutlich, dass diese amerikanischen Remakes mehr als überflüssig sind.

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Filmplakat

Neustarts am 05.12.2013

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