Der Fall Wilhelm Reich

Kinostart: 05.09.2013

OT: Der Fall Wilhelm Reich (Österreich 2012)
Länge: 110 Minuten
Genre: Drama
Regie: Antonin Svoboda
Drehbuch: Antonin Svoboda
Darsteller: Klaus Maria Brandauer, Julia Jentsch, Kenny Doughty, Jeanette Hain, Jamie Sives, Birgit Minichmayr, Shaun Nicholas Aylward, Markus Schleinzer, Gary Lewis, David Rasche

Wilhelm Reich (Klaus Maria Brandauer) muss 1939 vor den Nazis, die seine Schriften verbrennen, in die USA fliehen. Hier, im „Land der Freiheit“, hofft der österreichische Psychiater und Grenzforscher seine Forschungsarbeiten fortsetzen zu können. 
Intensiv beschäftigt sich der Psychoanalytiker mit der von ihm entwickelten Orgon-Therapie und konstruiert neben dem „Orgon-Akkumulator“ auch den „Cloudbuster“, eine Maschine, die Regen produzieren soll. Besonders fasziniert Wilhelm Reich die Suche nach der ursprünglichen Energie des Lebens, die er mit aller Kraft vorantreibt. Tochter Eva (Julia Jentsch), die nach Jahren wieder zu ihrem Vater gefunden hat und seine jetzige Frau Ilse (Jeannette Hain) unterstützen ihn dabei.

Aber schon lange steht Reich im Blickfeld der unerbittlichen Kommunistenjäger McCarthys und der US-Gesundheitsbehörde. Als ehemaliger Kommunist und wegen seiner unorthodoxen Therapiemethoden wird er beschattet und abgehört. Ein Mensch wie Reich, der das Individuelle im Menschen entfesseln will, passt nicht in ihr rigides System. Die Ermittler schrecken auch nicht davor zurück, Reichs Mitarbeiterin Aurora (Birgit Minichmayr) unter massiven Druck zu setzen.

Auch unter den Psychiatern hat Reich viele Gegner, die seine Ideen ablehnen. Die Hetzjagd beginnt, der Wissenschaftler soll zu Fall gebracht werden. Er widersetzt sich wiederholt gerichtlichen Anordnungen und wird zu einer Haftstrafe verurteilt. Kurz vor seiner Entlassung stirbt Wilhelm Reich 1957 unter mysteriösen Umständen im Gefängnis…

Kritik

Wer war dieser Wilhelm Reich? Nicht Jedermann ist der Psychiater, der einst vor den Nazis nach Amerika floh, bekannt. Leider erklärt DER FALL WILHELM REICH dazu viel zu wenig. Regisseur Antonin Svoboda setzt zu viel Grundwissen voraus, um dem Film etwas abgewinnen zu können. Ohne diese Informationen wirken viele Szenen belanglos und lassen keinerlei Nähe zum Protagonisten zu. So bleibt das Handeln des Wilhelm Reichs für den Zuschauer mit vielen Fragezeichen versehen. Vielleicht entdeckt ein Kenner des Menschen Reich hier neue Erkenntnisse, aber der normale Zuschauer bleibt (leider) distanziert zurück – und das obwohl der Film inszenatorisch durchaus gelungen ist. Schade.

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Filmplakat

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