Demolition – Lieben und Leben

Kinostart: 16.06.2016

OT: Demolition (USA 2015)
Länge: 101 Minuten
Genre: Drama
Regie: Jean-Marc Vallée
Drehbuch: Bryan Sipe
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Naomi Watts, Chris Cooper, Judah Lewis
Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Für den erfolgreichen Investmentbanker Davis Mitchell (Jake Gyllenhaal) bricht eine Welt zusammen, als seine Frau bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Obwohl sein Schwiegervater (Chris Cooper) ihn drängt, sich zusammenzureißen, verliert Mitchell zusehends die Kontrolle über sich. Ein Beschwerdebrief, den er an eine Verkaufsautomatenfirma schreibt, weckt die Neugier der Kundendienst-Mitarbeiterin Karen (Naomi Watts). Daraus entspinnt sich ein reger Briefwechsel, der viele persönliche, geradezu intime Geständnisse zur Folge hat. Die beiden Fremden lernen sich persönlich kennen und entwickeln eine tiefe Beziehung, die sich für beide als Rettung erweist. Mit Karens Hilfe und der ihres 15 Jahre alten Sohns Chris (Judah Lewis) beginnt Davis Mitchell ein neues Leben – doch dafür muss er zunächst sein altes hinter sich lassen.

Kritik

Mit DEMOLITION zeigt Jake Gyllenhaal mal wieder sein komplette Bandbreite. Doch trotzdem fehlt dem Film irgendetwas… Nur was?

Wieder einmal weiß Gyllenhaal in seiner Darstellung zu überzeugen. Als Witwer, der gerade seine Frau durch einen Autounfall verloren kann, ist er scheinbar nicht in der Lage, Trauer zu empfinden. Ob es sich dabei um eine Schutzfunktion seines Körpers handelt oder ob er tatsächlich nicht fähig ist, zu trauern, bleibt dabei im Unklaren. Sicher ist nur, dass Gyllenhaal in DEMOLITION mächtig viel kaputt machen darf.

Dabei werden trotz seines eindrucksvollen Spiels aber nie die wahren Beweggründe des Filmes offensichtlich. Ob Regisseur Jean-Marc Vallée das bewusst so inszeniert hat, ist mir nicht bekannt, mir persönlich reicht das aber einfach nicht. Vallée kratz für meine Begriffe zu sehr an der Oberfläche, ohne in die Tiefe zu gelangen. So ist DEMOLITION zwar ein guter Film, ihm fehlt aber der Tiefgang, um wirklich zu berühren.

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Filmplakat

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