Das Salz der Erde

Kinostart: 30.10.2014

OT: Das Salz der Erde (Frankreich / Brasilien 2014)
Länge: 110 Minuten
Genre: Dokumentarfilm / Biographie
Regie: Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado
Drehbuch: Juliano Ribeiro Salgado, Wim Wenders, David Rosier
Darsteller: Sebastião Salgado

In den vergangenen 40 Jahren hat der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado auf allen Kontinenten die Spuren unserer sich wandelnden Welt und Menschheitsgeschichte dokumentiert. Dabei war er Zeuge wichtiger Ereignisse der letzten Jahrzehnte – von internationalen Konflikten, Kriegen und ihren Folgen, von Hungersnöten, Vertreibung und Leid. Seine beeindruckenden Fotoreportagen haben den Blick auf unsere Welt geformt. Salgado selbst wäre seelisch an dieser Aufgabe fast zugrunde gegangen, wenn er nicht ein neues, ein gigantisches Fotoprojekt begonnen hätte: „Genesis“. Fast die Hälfte unseres Planeten ist bis zum heutigen Tag unberührt. Mit seiner Kamera widmet sich Salgado seit nunmehr fast einem Jahrzehnt diesen paradiesischen Orten unserer Erde, kehrt an den Ursprung allen Lebens zurück und offenbart uns eine wunderbare Hommage an die Schönheit unseres Planeten.

Kritik

Ein Dokumentarfilm über einen Fotografen? Kann das funktionieren? Aber ja doch, wenn der Regisseur Wim Wenders heißt. Gemeinsam mit Juliano Ribero Salgado, dem Sohn von Sebastião Salgado, als Co-Regisseur malen die beiden Filmemacher das Bild eines Menschen, wie es eindrucksvoller kaum sein könnte. Ausgehend von einigen Werken Salgados taucht der Film tiefer in die Materie ein und zeigt uns ein Bild der Menscheit, das mitunter kaum grausamer sein könnte. Wer so viel Elend auf der Welt gesehen hat und daran nicht zugrunde gegangen ist, der muss wahrlich ein besonderer Mensch sein.

Sachlich und mit ruhiger Stimme führt uns Wenders selbst durch den Film, der ihm offenkundig sehr wichtig gewesen ist. Das wirklich Eindrucksvolle an DAS SALZN DER ERDE ist jedoch die Reise an sich, die der Film unternimmt. Durch die Schönheit von Salgados aktuellem Projekt „Genesis“ versöhnt sich er Zuschauer am Ende nach all den Grausamkeiten menschlicher Existenz wieder ein wenig mit der Welt. So bleibt Salgado am Ende nicht nur „irgendein“ Fotograf, sondern ein Mensch, den man zu schätzen lernt. Wann hat ein Dokumentarfilm zuletzt eine solche Leistung vollbracht?

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