Churchill

Kinostart: 25.05.2017

OT: Churchill (Großbritannien 2017)
Länge: 106 Minuten
Genre: Drama / Biographie
Regie: Jonathan Teplitzky
Drehbuch: Alex von Tunzelmann
Darsteller: Brian Cox, Miranda Richardson, John Slattery, Julian Wadham, Richard Durden, Ella Purnell, James Purefoy
Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Juni 1944: Der britische Premierminister Winston Churchill (Brian Cox) steht vor einer epochalen Entscheidung: Soll er den Einmarsch der Alliierten Streitkräfte in das von Nazi-Deutschland besetzte Europa befehlen? Erschöpft durch den jahrelangen Krieg ist Churchill nur noch ein Schatten des einstigen Helden, der sich Hitlers Blitzkrieg widersetzte. Er befürchtet, dass man sich an ihn nur als den „Architekten des Blutvergießens“ erinnern wird, falls die D-Day-Operation scheitert. Soll er seinem Gewissen folgen oder sich der Kriegsräson ergeben? 

In den dramatischen Tagen vor der Invasion ist seine Frau Clementine (Miranda Richardson) als wichtige Ratgeberin an seiner Seite. Wie niemand sonst versteht sie es, sein impulsives und aufbrausendes Temperament resolut und liebevoll zugleich zu zügeln. Doch die Anspannungen der Kriegsjahre haben in ihrer Beziehung tiefe Spuren hinterlassen. Und so steht auch ihre Ehe in diesen Tagen vor einem Wendepunkt.

Kritik

Winston CHURCHILL war schon immer eine äußerst interessante Person der jüngeren Zeitgeschichte. Kein Wunder, dass es in der nächsten Zeit gleich mehrere Film mit ihm beschäftigen. Den Anfang macht Brian Cox in der Rolle des britischen Premierministers.

Regisseur Jonathan Teplitzky schafft mit seinem Film ganz bewusst keine allumfassende Biographie, sondern beschränkt sich auf den äußerst kurzen Zeitraum von gerade mal vier Tagen direkt vor dem D-Day, dem Einmarsch der Alliierten in der französischen Normandie. Churchill ist bereits gesundheitlich angeschlagen und kann sich nicht so recht entscheiden, ob er nun den Befehl erteilen soll, oder nicht. Er befürchtet, dass er dadurch als derjenige in die Geschichte eingehen könnte, der Unmengen von Soldaten in den Tod getrieben hat. So interveniert er auf seine ganz eigene Art und Weise bei seinen Bündnispartnern. 

Teplitzky zeigt jedoch nicht nur die politische Seite, sondern gewährt auch einen Einblick in die familiäre. Er zeigt, wie sehr ihn seine Frau trotz seiner mürrischen Art unterstützt und zeitweise auch liebevoll zurecht stutzt. Sie ist sein Fels in der Brandung und sein Ruhepol, den er gerade in dieser schweren Zeit so dringend benötigt.

CHURCHILL ist sicherlich kein Meisterwerk geworden, aber Teplitzky ist durchaus ein sehenswerter Film gelungen, der einen interessanten Einblick in die Vorgänge direkt vor dem D-Day bietet. 

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Filmplakat

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