Cheyenne – This Must be the Place

Kinostart: 10.11.2011

OT: Cheyenne - This Must be the Place (I/F/IRL 2011)
Länge: 118 Minuten
Genre: Drama
Regie: Paolo Sorrentino
Drehbuch: Umberto Contarello
Darsteller: Sean Penn, Frances McDormand, Judd Hirsch, Eve Hewson, Harry Dean Stanton und David Byrne

Cheyenne (Sean Penn) war ein gefeierter Rockstar. Er ist 50 Jahre alt und sieht immer noch so aus wie damals, ein Goth mit schwarzen, toupierten Haaren, weiß geschminktem Gesicht und rotem Lippenstift. Seit Jahren lebt er zurückge- zogen mit seiner Frau Jane Frances (McDormand) in einer Villa in Dublin, immer sachte schwankend zwischen gepflegter Langeweile und nagender Depression.

Der Tod seines Vaters, mit dem er seit 30 Jahren nicht gesprochen hat, führt ihn zurück nach New York. Dort erfährt er von der Besessenheit seines Vaters: Rache zu nehmen für eine schwerwiegende Demütigung, die er erfahren musste. Cheyenne beschließt, die Suche seines Vaters fortzuführen. Und begibt sich auf eine Reise, die ihn ins Herz der USA und zu sich selbst führt…

Kritik

Wenn man die Hauptfigur Cheyenne sieht, muss man zwangsläufig an eine Mischung aus Robert Smith (The Cure) und Alice Cooper denken – wenn man ihn sprechen hört, zwangsläufig an Ozzy Osbourne. Sean Penn spielt seine Rolle mit einer solchen Intensität, dass es einem als Zuschauer die Sprache verschlägt. Es gelingt ihm, dieser traurigen Figur, die jedwede Lebenslust verloren zu haben scheint, ein Minimum an Selbstwertgefühl zu verschaffen. Das ist schlicht und ergreifend beeindruckend.

Man mag dem Regisseur Paolo Sorrentino vorwerfen, dass ihm die Optik des Filmes wichtiger war, als seine Geschichte – wobei diese niemals banal ist. Jede Szene, jedes Bild ist bis auf das kleinste Detail durchdacht. So lässt sich mit jeder Filmvorführung wieder etwas Neues entdecken, wenn man sich denn auf diesen fantastisch skurrilen Film einlässt. Dieser Film ist Pflichtprogramm.

Bildergalerie

Trailer

httpvh://youtu.be/cVV2Z6ilp7k

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