Borg/McEnroe

Kinostart: 19.10.2017

OT: Borg/McEnroe (Schweden / Dänemark / Finnland 2017)
Länge: 108 Minuten
Genre: Drama / Biographie
Regie: Janus Metz
Drehbuch: Ronnie Sandahl
Darsteller: Sverrir Gudnason, Shia Labeouf, Stellan Skargård, Tuva Novotny, Ian Blackman, Robert Emms, Scott Arthur
Verleih: Universum Film GmbH

1980: Das traditionsreichste Tennisturnier, die Wimbledon Championships, steht vor der Tür und für den besten Tennisspieler der Welt soll es ein Triumphzug werden. Björn Borg (Sverrir Gudnason) kann zum fünften Mal den Titel holen. Jedoch hat seine lange, schon im Kindesalter begonnene Karriere Spuren hinterlassen. Obwohl er erst 24 Jahre alt ist, fühlt Borg sich erschöpft und ausgebrannt, leidet unter Ängsten. 

Davon ist John McEnroe (Shia LaBeouf) noch weit entfernt. Der 20jährige aufstrebende Star will Borg vom Thron stürzen und ist fest entschlossen, Wimbledon zu gewinnen. Doch mehr und mehr fühlt er sich, ebenso wie Borg, als wäre er in einem Käfig gefangen. In der Öffentlichkeit sorgt McEnroes aufbrausendes Temperament immer wieder für Schlagzeilen und die Medien stilisieren den Zweikampf immer weiter hoch: der coole Borg gegen den verzogenen McEnroe. Nach und nach müssen die beiden Gegner erkennen, dass ausgerechnet ihr größter Rivale der einzige sein könnte, der versteht, was sie durchleiden…

Kritik

Wer glaubt, ein Film über ein Tennismatch sei langweilig, dem sei BORG/MCENROE ans Herz gelegt, zeigt der Film doch einen intimen Blick hinter die Fassade zweier Spitzensportler.

Auf den ersten Blick sind John McEnroe und Björn Borg extrem unterschiedlich. Der eine wirkt als ob er alles hat und gedanklich in sich ruht, während der andere immer wieder durch sein aufbrausendes Talent auffällt. Negativ selbstverständlich. 

Doch eigentlich haben die beiden viel mehr gemein, als man vermuten mag und das zeigt BORG/MCENROE äußerst nuanciert. Beide kämpfen mit ihren inneren Dämonen, sie gehen nur vollkommen unterschiedlich damit um. Regisseur Janus Metz beobachtet seine beiden Protagonisten sehr genau und zeigt, wie viel mehr hinter einem einzigen Tennismatch steckt. 

Und wenn die beiden am Ende des Films erkennen, wie ähnlich sie sich doch sind, schließt der sehenswerte Film einen Kreis und zeigt dem Zuschauer, wie gut er seine Charaktere verstanden hat. 

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Filmplakat

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