Bande des Filles

Kinostart: 26.02.2015

OT: Bande des Filles (Frankreich 2014)
Länge: 112 Minuten
Genre: Drama
Regie: Céline Sciamma
Drehbuch: Céline Sciamma
Darsteller:

Karidja Touré, Assa Sylla, Lindsay Karamoh, Marietou Touré, Idrissa Diabate, Simina Soumare, Cyril Mendy, Djibril Gueye

Siegfried Bendix gefällt dieser Artikel

Marieme lebt mit ihrer Familie in der Pariser Banlieue. Die Mutter sorgt fürs Einkommen, der große Bruder kommandiert alle herum und sie versorgt die jüngeren Schwestern. Außerfamiliär ist es nicht besser. In der Nachbarschaft geben Jungs den Ton an und die Schule ist eine Sackgasse. Doch dann gerät sie ins Blickfeld einer coolen dreiköpfigen Mädchengang, die sich Freiheiten nimmt, von denen Marieme bislang nur träumte. Dort wird sie aufgenommen und heißt fortan Vic (wie Victory). Von jetzt an macht das Leben Spaß: Vic schwänzt den Unterricht, verändert ihr Äußeres und liefert sich mit ihren neuen Freundinnen Scharmützel mit rivalisierenden Banden. Das neue Leben soll ihr Weg in die Unabhängigkeit sein. 

Kritik

Portraits von Figuren aus den sozial schwächeren Vororten von Paris hat es schon vielfach gegeben, aber selten waren diese so realitätsnah, wie in BANDE DES FILLES. Regisseurin Céline Sciamma kam auf die Idee zum Film, als sie die Figuren selbst auf den Straßen Paris entdeckte. Die Teenagerinnen, die sie regelmässig am Gare du Nord am Einkaufszentrum Les Halles oder in der Metro beobachtete, waren immer in Gruppen unterwegs und dabei extrem laut, lebhaft und irgendwie immer am tanzen.

Dadurch gelang es ihr, ein eindrucksvolles Bild einer heranwachsenden Jugendlichen zu zeichnen, die langsam beginnt, sich aus dem Weltbild ihrer alleinerziehenden Mutter zu entziehen. Sie entdeckt die Welt, gerät ein wenig auf die schiefe Bahn, behält dabei aber immer ihren Stolz.

Selbst wenn man sich nicht mit jeder Aktion dieser Mädchengang identifizieren kann, ist man als Zuschauer trotzdem gebannt von dieser Energie, die der Film versprüht. Das wird besonders in einer langen Sequenz deutlich, in der die Mädchen ausgiebig in einem Hotelzimmer zu Rihannas Song „Shine like a diamond“ tanzen. Dieser Moment hat eine immense Strahlwirkung und bringt die Grundstimmung des Filmes wunderbar auf den Punkt.

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