Anonymous

Anonymous

Kinostart: 10.11.2011

OT: Anonymous (GB/D 2011)
Länge: 131 Minuten
Genre: Drama
Regie: Roland Emmerich
Drehbuch: John Orloff
Darsteller: Rhys Ifans, Vanessa Redgrave, Joely Richardson, David Thewlis

Angesiedelt in der politischen Schlangengrube des elisabethanischen Englands, spekuliert ANONYMUS über eine Frage, die schon seit vielen Jahrhunderten zahlreiche Wissenschaftler und kluge Köpfe von Mark Twain und Charles Dickens bis hin zu Henry James und Sigmund Freud beschäftigt hat, nämlich: Wer war der Autor der Stücke, die William Shakespeare zugeschrieben werden? Zahlreiche Experten haben darüber diskutiert, Bücher wurden geschrieben und Gelehrte haben ihr ganzes Leben der Aufgabe gewidmet, die Theorien, die die Autorenschaft der berühmtesten Werke der englischen Literatur umgeben, zu bewahren oder zu zerstreuen. ANONYMUS gibt eine mögliche Antwort und konzentriert sich dabei auf eine Zeit, als sich politische Intrigen und verbotene Romanzen am königlichen Hof und die Machenschaften habgieriger Aristokraten, die die Macht des Throns an sich reißen wollten, an einem der ungewöhnlichsten Orte widerspiegelten: der Londoner Bühne.

Kritik

Ja, Roland Emmerich kann tatsächlich auch anders. Ohne die Zerstörung von Städten (Godzilla), Nationen (Idependence Day) oder ganzer Welten (2012). Und das gelingt ihm auch noch unglaublich gut, denn ANONYMOUS ist Emmerichs bislang bester Film.

Der Film hinterfragt nicht, ob ein einfacher Mann wie William Shakespeare überhaupt in der Lage war, der virtuoseste Vertreter der englischen Literatur sein konnte, nein, er setzt einfach die (durchaus umstrittene) Tatsache voraus, dass Shakespeare nur die Werke eine reichen Aristokraten, nämlich des Earls of Oxford, unter seinem Namen veröffentlichte, da dieser aufgrund seines Standes dazu nicht in der Lage gewesen ist.

Dazu taucht der Film in die verworrene Geschichte des elizabethanischen Englands ein, mit all seinen Intrigen und Verstrickungen. Emmerich erzählt diese Geschichte so dermaßen flüssig und nachvollziehbar, dass der Zuschauer immer weiter in diese Welt hineingezogen wird. So eindrucksvoll ist die Ohnmacht eines Menschen, der sein künstlerisches Genie nie offenbaren durfte, bislang noch nicht zu sehen gewesen.

Über die Fakten und die Fiktion lässt sich hier sicherlich streiten, der Film aber ist in jedem Fall sehenswert. Gedreht wurde der Film übrigens in den Filmstudios Babelsberg vor den Toren Berlins.

Verlosung

Wir verlosen gemeinsam mit Sony Pictures zwei Fan-Pakete zum Film, bestehend aus einem Notizbuch und einem Schreibset. Schicken Sie uns einfach bis zum 24.11.2011 eine E-Mail an shakespeare@schlaflos-in-hamburg.de. Geben Sie bitte in jedem Fall Ihre Postadresse an, damit wir Ihnen im Falle des Gewinnes die Preise auch zuschicken können.

Bildergalerie

Trailer

httpvh://youtu.be/DsdxvEakTag

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