Amy

Kinostart: 16.07.2015

OT: Amy (Großbritannien 2015)
Länge: 128 Minuten
Genre: Dokumentation
Regie: Asif Kapedia
Drehbuch: Asif Kapedia
Darsteller:

Amy Winehouse und Wegbegleiter

Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Amy Winehouse, die Beehive-Ikone mit der unvergleichlichen Soulstimme, die mit ihren persönlichen Texten Millionen Menschen bewegte und sechs Grammys einheimsen konnte: Das ist dieselbe Amy, deren Drogenexzesse die Schlagzeilen weit über England hinaus bestimmten, deren betrunkene Auftritte für Aufsehen sorgten und die am 23. Juli 2011 viel zu früh die Bühne des Lebens verlassen musste. Wer aber war die Amy hinter den Kulissen? Was spornte sie an auf ihrem Weg, und wer waren ihre Begleiter? 

Kritik

Es gibt diese Personen des öffentlichen Lebens, die wir aufgrund ihrer Medienpräsenz zu kennen glauben. AMY Winehouse war ein solcher Mensch. Mit Bewunderungen haben wir erst ihren kometenhaften Aufstieg erlebt, nur um dann kopfschüttelnd ihren Abstieg medienwirksam mitzuverfolgen. Wer der Mensch dahinter war, vergessen wir dabei nur allzu gerne, wenn wir es denn überhaupt jemals wussten.

Der Regisseur Asif Kapadia bietet uns nun mit AMY einen Einblick in das Leben dieser Ausnahmekünstlerin. Dabei konnte er auf ein schier unfassbare Menge privater Videos zurückgreifen, die einen fröhlichen Teenager oder eine junge Jazzsängerin zeigen, die ihre musikalische Heimat auf kleinen Festivals und in Independent-Clubs fand. Er begleitet sie weiter durch die Zeit des plötzlichen Ruhms, der großen Shows und Duette (u.a. mit Jazz-Legende Tony Bennett) und die Versuche, wieder zu sich zu finden.

Die wichtigste Erkenntnis des Filmes ist aber, dass für den viel zu frühen Tod der Sängerin keine einzelne Person allein verantwortlich ist, sondern die Summe der Ereignisse, die Summe der Menschen, die an ihrem Ruhm teilhaben wollten. Auch ihr Vater, der in diesem Film nicht allzu gut wegkommt – und dementsprechend gegen ihn wettert – stellte viel zu oft seinen eigenen Ehrgeiz in den Vordergrund, anstatt die Hilferufe seiner Tochter zu erkennen.

Die Frage, ob Amy Winehouse heute noch am Leben wäre, stellt der Film hingegen nicht, er versucht lediglich und unparteiisch darzustellen, wie es zu dem unausweichlichen Ende kommen konnte. In jedem Fall bringt uns der Film dazu, das Bild, dass wir uns alle von Amy Winehouse gemacht haben, zumindest in Teilen zu überdenken.

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Filmplakat

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