Alle Jahre wieder – Weihnachten mit den Coopers

Kinostart: 03.12.2015

OT: Love, the Coopers (USA 2015)
Länge: 107 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Jessie Nelson
Drehbuch: Steven Rogers
Darsteller: Alan Arkin, John Goodman, Ed Helms, Diane Keaton, Anthony Mackie, Amanda Seyfried, June Squibb, Marisa Tomei, Olivia Wilde, Jake Lacy
Jana Wiesenberg, Fabian Kube, Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Auf eines kann man sich verlassen: Weihnachten wird jedes Jahr gefeiert – auch bei den Coopers. Und wie immer geben sie auch diesmal ihr Bestes, um sämtliche Probleme und persönliche Schwächen zugunsten eines harmonischen Weihnachtsfestes vor den anderen zu verbergen: Charlotte (Diane Keaton) und Sam (John Goodman) bereiten sich auf ihre Rolle als perfekte Gastgeber vor, im Bestreben die Idylle einer Weihnachtspostkarte zu übertreffen – allerdings befindet sich ihre Ehe nach 40 Jahren gerade in einer saftigen Krise. Ihr bereits geschiedener Sohn Hank (Ed Helms), Vater zweier Jungs und einer virtuos fluchenden Vierjährigen, hat bisher niemandem erzählt, dass er kürzlich gekündigt wurde. Seine Schwester Eleanor (Olivia Wilde) wiederum möchte den ständigen Fragen ihr Singledasein betreffend mithilfe eines charmanten Soldaten aus dem Weg gehen, den sie kurzfristig in einer Bar am Flughafen aufgegabelt hat. Und das älteste Familienoberhaupt Bucky (Alan Arkin) würde Heiligabend am liebsten ganz ausfallen lassen, um auch diesen Tag in seinem Stammlokal mit der hübschen Kellnerin Ruby (Amanda Seyfried) zu verbringen. Zu allem Überfluss wird Charlottes Schwester Emma (Marisa Tomei) dann auch noch wegen Ladendiebstahls festgenommen. Aber gerade, wenn man denkt, schlimmer geht es nicht, öffnet ein unerwarteter Zwischenfall der ganzen Familie die Augen… Am Ende bleibt nur ein einziger Trost: es sind wieder volle 364 Tage bis zum nächsten Weihnachtsfest!

Kritik

Das Fest der Liebe steht vor der Tür und somit auch die übliche Weihnachtskomödie aus den USA. Man könnte ALLE JAHRE WIEDER – WEIHNACHTEN MIT DEN COOPERS jetzt vorwerfen, dass der Film auf viele Klischees und bekannte Gags setzt und somit dieselbe Geschichte erzählt, wie viele seiner Vorgänger. Man könnte, aber zum Glück muss man das nicht…

Ich gebe zu, nach der Pressevorführung war ich einer der wenigen, dem der Film tatsächlich gefallen hat. Vielleicht war ich einfach bereits in Weihnachtsstimmung, aber vielleicht hat der Film doch seine guten Seiten…

Da wäre zum einen der Cast. Mit John Goodman, Diane Keaton, Alan Arkin, Ed Helms, Amanda Seyfried, June Squibb, Marisa Tomei und Olivia Wilde hat Regisseur Jessie Nelson tatsächlich ein eindrucksvolles Ensemble zusammen getragen, das sich sehen lassen kann. Alle harmonieren perfekt und niemand drängt sich zu sehr in den Vordergrund.

Doch auch die Geschichte ist typisch weihnachtlich. Natürlich ist sie vorhersehbar, aber was wäre ein Weihnachtsfilm ohne Happy End? Genau, eben gerade KEIN Weihnachtsfilm. Am charmantesten ist die Storyline von Olivia Wilde, die am Flughafen einen heimkehrenden Soldaten überredet, sie als ihren Freund zu begleiten. So hofft sie, den ewig gleichen Fragen nach ihrem Singleleben entgehen zu können. Das sich beide trotzdem irgendwie verlieben, ist aufgrund des thematischen Hintergrunds nicht wirklich verwunderlich.

ALLE JAHRE WIEDER – WEIHNACHTEN MIT DEN COOPERS wird sicherlich keine Preis für Innovation gewinnen, aber wenn es darum geht, einen kleinen, aber feinen Weihnachtsfilm zu sehen, dann ist das hier in diesem Jahr die richtige Adresse.

Bildergalerie

Invalid Displayed Gallery

Trailer

Comments Closed

Kommentare sind geschlossen.

Filmplakat

Neustarts am 03.12.2015

4 Könige

Weihnachten – das Fest der Liebe und die Zeit der Harmonie und Geborgenheit. Weil bei ihnen zu Hause die Familienkonflikte kurz vor Weihnachten eskalieren, verbringen vier sehr unterschiedliche Jugendliche dieses Jahr Heiligabend in der Psychiatrie. Zu ihrem Glück steht ihnen der unkonventionelle Arzt Dr. Wolff zur Seite, der in allen Vier ihre Stärken sieht und ihnen Weiterlesen

Das brandneue Testament

Gott existiert. Er lebt in Brüssel. Doch das ist leider nur die eine Seite der Medaille. Denn der Allmächtige (Benoît Poelvoorde) ist kein weiser Weltenlenker, sondern ein Familienvater, der frustriert im Bademantel durch die Wohnung schlurft und Frau (Yolande Moreau) und Tochter Éa (Pili Groyne) tyrannisiert.