A Blast – Ausbruch

Kinostart: 16.04.2015

OT: A Blast (Griechenland / Deutschland / Niederlande 2014)
Länge: 83 Minuten
Genre: Drama
Regie: Syllas Tzoumerkas
Drehbuch: Youla Boudali, Syllas Tzoumerkas
Darsteller:

Angeliki Papoulia, Basile Doganis, Maria Filini, Makis Papadimitriou, Themis Bazaka, Yorgos Biniaris

Christian Witte gefällt dieser Artikel

Maria rast in ihrem donnernden Geländewagen über eine Autobahn irgendwo in Griechenland. Sie ist allein. Hinter ihr liegen eine Insel in Flammen und ein Koffer voller Geld. Vor ihr, die hoffnungslose Weite der Straße. Nichts kann ihre wilde, immer schneller werdende Fahrt stoppen. Erst gestern war sie noch fürsorgliche Mutter, liebende Ehefrau und verantwortungsbewusste Tochter. Doch heute hat sie genug: Sie hat den Entschluss gefasst, alles, worum sie gekämpft hat, aus ihrem Leben zu verbannen. 

Marias dramatische Geschichte, ihr Weg bis zum Ausbruch aus ihrem bisherigen Leben wird durch Fragmente der Gegenwart erzählt, die eng mit ihrer Vergangenheit verwoben sind und zugleich ein schillerndes und auch sehr verstörendes Bild des gegenwärtigen Griechenlands zeichnen.

Marias Leben wird von der permanenten Dominanz ihrer Familie bestimmt. Dahinter verbergen sich eine funktionalisierte und seelenlose Sexualität, lebenslange Lügen und finanzielle Schulden, die nur durch ein Feuer, einen kriminellen Akt freigelegt werden können. Ebenso brutal wie ehrlich folgt A BLAST kompromisslos seiner Antiheldin, während sie verzweifelt versucht, ihr Leben zurück zu erobern, das ihr von einer überpräsenten Mutter, einer einfältigen, aber fordernden Schwester, einem immerzu abwesenden Ehemann und einem feindseligen Land genommen wurde.

Kritik

A BLAST eröffnete für mich im vergangenen Jahr das Filmfest Hamburg. Doch leider konnte mich dieser Film nicht so wirklich überzeugen. Offenbar scheint das größte Anliegen der Charaktere dieses Filmes zu sein, sich mit möglichst deftigen Schimpfwörtern zu “schmeicheln”. Das mag zu Anfang noch interessant wirken, geht einem aber bereits nach kürzester Zeit gehörig auf den Geist. So bleibt nach den 83 Minuten irgendwie nichts hängen. Schade.

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Filmplakat

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