45 Years

Kinostart: 10.09.2015

ab0 OT: 45 Years (Großbritannien 2015)
Länge: 95 Minuten
Genre: Drama
Regie: Andrew Haigh
Drehbuch: Andrew Haigh
Darsteller:

Charlotte Rampling, Tom Courtenay, Geraldine James, Dolly Wells, David Sibley, Sam Alexander, Richard Cunningham, Hannah Chambers, Camille Ucan, Rufus Wright


Verleih: Piffl Medien GmbH

Kate (Charlotte Rampling) und Geoff Mercer (Tom Courtenay) sind seit 45 Jahren glücklich verheiratet, kinderlos, fest verankert in der ländlichen Gegend von Norfolk. Sie stecken mitten in den turbulenten Vorbereitungen zur Feier ihres 45. Hochzeitstages, als ein Brief aus der Schweiz eintrifft. Man hat die Leiche von Geoffs Jugendliebe Katya in den Alpen entdeckt, 50 Jahre nach ihrem Unfalltod, im Gletschereis konserviert. 

Mit einiger Sorge bemerkt Kate, dass die Nachricht Geoff mehr beschäftigt, als er eingestehen mag. Fast ohne es zu merken, geraten sie in einen Sog von Erinnerungen, von nicht gestellten Fragen und nie gegebenen Antworten. In das sichere Gefühl der so lange gemeinsam gelebten Liebe nistet sich der Zweifel ein. Die Auswahl der Songs, die Häppchen, die Tischordnung – inmitten der vielen kleinen Entscheidungen, die für die Feier des Hochzeitstags zu treffen sind, wird Kate und Geoff bewusst, dass sie unversehens vor einer großen Entscheidung angelangt sind. Wie vor 45 Jahren.

Kritik

Auch 45 YEARS lief im Juni auf dem Film Festival in Edinburgh und zählte dort durchaus zu den besten Filmen. Regisseur Andrew Haigh, der auch das Drehbuch geschrieben hat, bietet uns einen Einblick in eine lange bestehende Ehe, die durch eine einzige Nachricht ins Wanken gerät.

Mit Charlotte Rampling und Tom Courtenay hat Haigh für seinen Film die absolut perfekten Darsteller gefunden. Glaubhaft verkörpern die beiden ein seit 45 Jahren verheiratetes Ehepaar, wie es sonst vermutlich kaum jemand schaffen würde. Jede Regung, jede Geste unterstreicht die Tatsache, dass sich diese beiden Figuren seit so vielen Jahren kennen und vertrauen.

Doch vertrauen sie sich wirklich? Eine einzige Nachricht über den Fund von Geoffs Jugendliebe, die nach 50 Jahren im Gletschereis gefunden wird, lässt in Kate eine irrationale Eifersucht aufkeimen. Eine Eifersucht, die kaum unverständlicher sein könnte, widerspricht sie doch jeglicher Form von Logik.

Haigh verurteilt dies jedoch nicht, sondern verhält sich wie ein stiller und sachlicher Beobachter. Als Zuschauer möchte man so manches Mal eingreifen und Kate vermitteln, wie sehr sie sich hier in eine Sache verrennt. Doch auch wir bleiben nur stumme Mitwissende in einem äußerst sensiblen Drama. Genau so sieht großes kleines Kino aus. Eine wahre Perle!

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Filmplakat

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