40 Tage in der Wüste

Kinostart: 13.04.2017

OT: Last Days in the Desert (USA 2015)
Länge: 99 Minuten
Genre: Drama
Regie: Rodrigo García
Drehbuch: Rodrigo García
Darsteller: Ewan McGregor, Tye Sheridan, Ciarán Hinds, Avelet Zurer, Susan Gray

Jesus (Ewan McGregor) geht für 40 Tage in die Wüste, um fastend und betend nach Erleuchtung zu suchen. Dort wird er heimgesucht vom Teufel, der sein Vertrauen in Gott erschüttern will. Nach langen Wanderungen findet Jesus Aufnahme bei einer Familie. Der Vater (Ciarán Hinds) ist dabei, für die Familie in der Wüste ein Haus zu bauen; allerdings trüben Spannungen zwischen Vater und Sohn (Tye Sheridan) das Zusammenleben, weil der Junge davon träumt, die Wildnis zu verlassen. Jesus will der Familie helfen, indem er bei der Arbeit anpackt, ihre Sorgen und Wünsche hört und zwischen Vater und Sohn zu vermitteln versucht. Der Teufel macht daraus eine Bewährungsprobe, in der es nicht nur um das Schicksal der Familie, sondern auch um Jesus‘ Mission als Sohn Gottes geht. 

Kritik

Bereits 2015 lief 40 TAGE IN DER WÜSTE auf dem Edinburgh International Film Festival und wurde dort persönlich von Ewan McGregor vorgestellt. Kein Wunder, ist der Schauspieler doch gebürtiger Schotte. Zwei Jahre später kommt der Bibelfilm nun auch zu uns in die Kinos. 

Filme, die Geschichten aus der Bibel erzählen oder daran anlehnen, sind gerne tief religiös und in der Regel stark propagandistisch. Das merkt man aktuell im Kino gerade an dem Film DIE HÜTTE – EIN WOCHENENDE MIT GOTT, der in diesem Jahr mit Sicherheit zu den schlechtesten Filmen gehört. In den USA funktionieren solche religiösen Filme ja (leider) nur allzu gut, bei uns sieht das Ganze zum Glück ein wenig anders aus. 

Aber auch 40 TAGE IN DER WÜSTE hebt sich von anderen Filmen seines Genres wohlwollend ab, denn er versucht nicht, dem Zuschauer mit der Brechstange irgendwelche religiösen Aussagen ins Hirn zu transportieren. Der Regisseur Rodrigo García erzählt hier schlicht und einfach von letzten 40 Tagen im Leben von Jesus Christus, ohne dabei wertend und belehrend daher zu kommen. Das ist äußert angenehm und ermöglicht es dem Zuschauer, diese Geschichte relativ wertefrei aufzunehmen und sich sachlich damit auseinander zu setzen. 

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Filmplakat

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