12 Years a Slave

Kinostart: 16.01.2014

OT: 12 Years a Slave (USA 2013)
Länge: 135 Minuten
Genre: Drama
Regie: Steve McQueen
Drehbuch: John Ridley
Darsteller: Chiwetel Ejiofor, Michael Fassbender, Lupita Nyong'o, Brad Pitt, Paul Giamatti, Benedict Cumberbatch, Paul Dano, Sarah Paulson, Alfre Woodard. Adepero Oduye

Saratoga/New York, wenige Jahre vor Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs (1861 – 1864). Der Afro-Amerikaner Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) lebt mit seiner Frau und zwei Kindern ein einfaches aber glückliches Leben als freier Mann. Als zwei Fremde den virtuosen Geigenspieler für einen gut bezahlten Auftritt engagieren und danach noch zu einem Restaurantbesuch einladen, schöpft Solomon keinerlei Verdacht. 

Umso größer ist sein Entsetzen, als er sich am nächsten Morgen in Ketten gelegt auf einem Sklavenschiff Richtung Louisiana wiederfindet! Alle Proteste und Hinweise auf seine verbrieften Freiheitsrechte verhallen ungehört: Northup wird verkauft und muss unter schlimmsten Bedingungen Fronarbeit leisten.

Zwölf lange Jahre sucht er, der Willkür und dem Sadismus des Sklavenhalters Edwin Epps (Michael Fassbender) ausgesetzt, nach einem Weg, sich aus der Gefangenschaft zu befreien. Sein Ziel heißt überleben – nur so bleibt ihm die Hoffnung, seine geliebte Familie wieder zu sehen…

Kritik

Der Regisseur Steve McQueen ist eigentlich immer eine sichere Bank. Ob in seinem Erstlingswerk HUNGER oder in SHAME – immer setzt McQueen auf große Emotionen und starke Darsteller. So ist es wenig verwunderlich, dass er auch in 12 YEARS A SLAVE wieder mit Michael Fassbender zusammenarbeitet, wenn auch nur in einer Nebenrolle.

Was McQueen hier mit 12 YEARS A SLAVE vorlegt, ist schlicht und ergreifend atemberaubend, weil er die Realität dieser Zeit so unerbittlich und kompromisslos darstellt, wie sie eben war. Der Film basiert auf der gleichnamigen Autobiographie von Solomon Northup, die 1853 erschienen ist. Mit Chiwetel Ejiofor hat McQueen zudem einen Hauptdarsteller gefunden, der durch seine eindrucksvolle Spielweise zu überzeugen weiß. Kein Auspeitschen, keine Demütigung und keine noch so große Bestrafung kann ihm seine Menschlichkeit nehmen.

12 YEARS A SLAVE ist sicherlich keine leichte Kost, aber in jedem Fall ein Film, den man mindestens einmal in seinem Leben gesehen haben sollte – und den man danach auch garantiert nicht mehr vergessen wird.

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